Weitere Demonstration gegen die Wiener Lehrer“reform“

Im Juni dieses Jahres stellte der Bildungsstadtrat Wiens eine Schulreform vor, welche jedoch nicht die behauptete „Chancengleichheit“ schafft, sondern die Ressourcenknappheit im Bildungswesen verschärft. Dies spürt man nun an Wiens Pflichtschulen, weswegen die Initiative „Bessere Schule Jetzt!“ erneut zum Protest aufrief.

Wiener LehrerInnen, SchulleiterInnen, Eltern und auch SchülerInnen versammelten sich am 19. Oktober auf dem Heldenplatz, um dann als laute Menge über den Ring bis vor das Bildungsministerium am Minoritenplatz zu ziehen. Den Auswirkungen der Bildungs“reform“ entgegen wirkend, fordern die Demonstrierenden mehr Ressourcen für alle Wiener Pflichtschulen und mehr Mitspracherecht der Schulen bei Entscheidungen der Bildungsdirektion. Unter anderem wird sich auch für den Erhalt von Mehrstufenklassen und Integrations-Mehrstufenklassen eingesetzt, da besonders in diesen das dringend notwendige Personal gekürzt wird.

Die Abschlusskundgebung wurde am Minoritenplatz abgehalten. Aufgrund der Proteste wird im November ein Gespräch zwischen der Bildungsdirektion und Vertretern der den Protest leitenden Initiative stattfinden. Diese „Gespräch“ wird jedoch mit Sicherheit nicht alleine dazu führen, dass die sogenannte „Reform“ verhindert werden kann. Im Gegenteil, ein Gespräch kann nur so viel erreichen, wie vorher an Druck und Widerstand vom Bildungspersonal und auf der Straße aufgebaut wurde. Deshalb – lassen wir nicht locker!

Helena R.

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