Bericht: Symposium „Bildung in der Krise!?“ abgehalten

Vergangenen Sonntag fand das auch vom „AfA-Infoblatt“ angekündigte Symposium zum Thema „Bildung in der Krise?!“ statt. Hier veröffentlichen wir gerne den uns zugesandten Bericht zur Veranstaltung.

Mit der Krise hat sich der Bildunsabbau enorm verschärft, Kosten und Lasten der Krise werden auch hier auf uns abgewälzt und das lässt man ja nicht einfach so auf sich sitzen. Wenn man etwas dagegen tun will, dann muss man sich zusammenschließen!“, so eine Teilnehmerin am Symposium mit dem Titel Bildung in der Krise?!, das am 17. Oktober in Wien stattfand. Die Diskussionsveranstaltung war ein wichtiger Beitrag zu der immer drängender werdenden Frage, die auch in den Protesten der Kindergarten- und Hortpädagogen zum Ausruck kommt.

Nach einigen Beiträgen in denen die Perspektive von SchülerInnen, LehrerInnen und Eltern geschildert wurden, tauschte man sich in einer lebhaften Diskussion über Erfahrungen und Forderungen aus. Alle Anweseden kamen zu Wort: Erzählt wurde vom Alltag in Kindergärten, Schulen, Universitäten, Homeschooling und Homeoffice. Perspektiven wurden aufgezeigt und Forderungen diskutiert, die helfen die Bewegung zu stärken. Auch aktuelle Ereignisse wie die Proteste im Bildungsbereich waren ein wichtiges Diskussionsthema. Gegen Ende der Veranstaltung wurde ein Foto mit gemeinsam formulierten Forderungen und einem Transparent mit der Aufschrift „Für höhere Löhne, mehr Personal und kleinere Gruppen“ gemacht. Damit wurde Solidarität gezeigt und die gemeinsamen Interessen hochgehalten. Das Transparent ist bereits bei den Protesten der KindergartenpädagogInnen mitgetragen worden.

Eine Kinderbetreuung wurde bei der Veranstaltung bereitgestellt. Organisiert worden ist das Symposium vom Frauenstammtisch Wien.

Nächster Termin: Am 7. November um 17:00 findet eine weiteres Treffen statt, bei dem über das Bildungswesen diskutiert wird. Der Ort wird noch bekanntgegeben.

Neben einem Gedicht wurde auch ein Bild von einer jungen Aktivisten anlässlich des Symposiums gemalt.

Gedicht: (Verfasst von einer Schülerin für das Symposium)

Mein Kopf raucht.

Tag für Tag vorm Computer verbracht.

Studenlang meine Aufgaben gemacht.

Mein Laptop ist leer und ich auch.

Mein Kopf raucht.

Ob nun zu Hause oder sonst wo,

Druck bleibt Druck – ist einerlei.

Doch zu Hause

verschmelzen Arbeit und Pause

zu einem dicken Brei.

Wofür?

Für was kommt mein restliches Leben zu knapp?

Matúra, Studium, Job?

Das holt mich alles nicht mehr ab.

Ich will nicht um meine Träume bangen.

Ich will nicht mit den Lehrern rangen,

welche mit zu vielen Schülern überfordert

nach stillen Kindern verlangen.

Wie Pflanzen brauchen Kinder Wärme und Halt,

doch der Lehrer am fernen Pult lässt mich kalt.

Ein Lehrer müsst nicht überfordert sein,

hielte man die Klassen klein!

So hätten auch Schüle mehr Spaß und würden was checken

und man bräucht sich vor keinem Virus verstecken!

Helena R.

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s