Kundgebung: S-Bahn-Ausbau statt Lobau-Autobahn!

Vergangenen Dienstag, am 5. Oktober, fand in der Seestadt (22. Bezirk) in Wien eine Kundgebung gegen den Bau der Lobau-Autobahn statt.

Die Kundgebung, die vom Bündnis „Selbstbestimmtes Österreich“ organisiert wurde, forderte auch den Ausbau des öffentlichen Verkehrs, unter anderem den massiven Umbau der S-Bahn (insbesondere der S80 und eines tangential verlaufenden Schnellbahnrings) unter Nutzung bereits gegebener Infrastruktur. Etwas was nicht nur günstiger ist, sondern auch wirklich der Bevölkerung zugute kommen würde. Wegen der Brisanz des Themas und weil es den Bewohnern der Seestadt ein großes Anliegen ist, blieben viele Passanten und Bewohner stehen, um zu diskutieren. Eine Bewohnerin der Seestadt meinte: „Es ist unglaublich, es wird alles zugebaut. Hier in der Seestadt gibt es kaum Bäume, die werden erst jetzt nachgepflanzt!“. Eine andere Passantin meinte: „Die bauen alles zu wie die Deppen! Für die Autos wird auch alles zugebaut, aber sehen sie sich um, da gibts kaum Autos. Die Leute hier wollen mit den Öffis fahren!“.

Die fehlende Natur für die Bewohner und die Zubetonierung in der Seestadt zeugt von derselben umweltfeindlichen Politik, die für die Profite von Großkonzernen vorangetrieben wird. Für die Anwohner in der Seestadt ist das eindeutig, sie sehen, atmen und leben diese Realität. Nicht ohne Grund stieß man in der Kundgebung auf so viel Abneigung gegen dieses Bauprojekt. In der Tat gingen die Flugblätter weg wie warme Semmel, oft mit der Rückmeldung „Ja, ich bin auch dagegen!“. Denn es war allen klar, dass die Lobau-Autobahn nicht zur Auslastung des Verkehrs, sondern zu MEHR Verkehr führen wird und das auf Kosten der Umwelt, der Steuerzahler und der Gesundheit der Wiener.

Ernst L.

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