LINZ: „Bäckersterben“ – Schuld der Konsumenten?

Die Bäckerkette Honeder (aus Engerwitzdorf) eröffnet demnächst gleich zwei neue Filialen in Linz, gleichzeitig herrscht großes „Bäckersterben“ in Österreich. Jeder vierte Bäcker musste seit 2000 zusperren.

Die Bäckerei Honeder betreibt mittlerweile 22 Filialen und zählt somit schon nicht mehr zu jenen „kleinen“ Bäckern, die dem Konkurrenzdruck nicht mehr standhalten können. Im Gegenteil, die Bäckerein Honecker übernahm schon 2016 drei Filialen der Linzer Traditionsbäckerei Knott, als diese den Betrieb einstellte. Eigentümer der Bäckerei, Reinhard Honeder, sieht die Ursache des „Bäckersterbens“ jedoch nicht bei der steigenden Konkurrenz, die unter anderem wegen Ketten wie seiner erhöht wird, sondern beim Konsumenten: „Die Konsumenten haben es natürlich in der Hand zum Nahversorger, statt zum Supermarkt zu gehen“, so Honeder gegenüber den OÖ-Nachrichten.

Neben der allgemeinen Inflation (von bis zu 6%) erhöhte Honeder jüngst seine Preise um vier bis sieben Prozent! Das Brot, Weckerl oder Semmerl beim Bäcker zu kaufen, das ist allgemein bekannt, ist für einen Großteil der Bevölkerung etwas, das man sich vielleicht am Sonntag gönnt, aber nicht jeden Tag leisten kann. Im Allgemeinen sinken die Löhne im Verhältnis dazu wie die Mieten, Essen usw. steigen, hunderttausende Menschen waren oder sind von Kurzarbeit betroffen, weitere hunderttausende sind arbeitslos… Herr Honeder, definitiv nicht der Konsument hat es in der Hand zum Nahversorger zu gehen, das widerspiegelt keinesfalls die Realität in diesem Lande!

Anni B.

Quellen: Oberösterreichische Nachrichten, Kronen Zeitung

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