Griechenland: Erneut Tausende auf der Straße gegen Corona-Maßnahmen

Vor Kurzem gingen in Griechenland erneut tausende Menschen auf die Straße um gegen die repressiven Corona-Maßnahmen der Regierung zu demonstrieren. In Athen kam es dabei zu kämpferischen Zusammenstößen mit der Polizei.

Während im Gesundheitssystem in Griechenland massiv gekürzt wurde (nicht zuletzt wegen der EU-Sanktionen) und die Bevölkerung weitgehend sich selbst überlassen ist, setzt die Regierung auf Repression und Zwangsgesetze. Zurecht gingen erneut Tausende auf die Straße um sich dagegen zu wehren!

Die Neuinfektionen in Griechenland stiegen in den letzten Wochen wieder stark an, hauptsächlich wegen dem Tourismus. In Teilen Kretas und weiteren Inseln in der Ägäis gibt es bereits wieder nächtliche Ausgangssperren. Doch statt in die öffentliche Gesundheitsversorgung zu investieren, wird auf Ungleichbehandlung der Bevölkerung gesetzt. Vergangene Woche kündigte die Regierung weitere Einschränkungen für Ungeimpfte die Freizeit und Arbeit betreffend an. Ab 13. September soll für Ungeimpfte der Zugang zu Gasthäuser, Cafés, Lokal, aber auch Sportvereinen verboten sein. Zudem sollen Covid-Tests kostenpflichtig werden – jedoch müssen sich nicht-geimpfte Angestellte und Arbeiter im öffentlichen und privaten Sektor (je nach Tätigkeit), ein bis zwei mal pro Woche testen lassen. Ebenso gibt es eine Testpflicht für ungeimpfte Studenten. Zusätzlich gibt es ab 1. September eine Impfpflicht für Angestellte im Gesundheitsbereich, wer nicht geimpft ist, wird freigestellt, ohne Bezüge. Im Bereich der Altenpflege gibt es bereits eine Impfpflicht seit Mitte August, wer sich weigert darf nicht zur Arbeit kommen und wird zusätzlich mit Geldstrafen bedroht. Diese Maßnahme ist insbesondere unter Angesicht des großen Pflegekräftemangels kein „Schutz für die Bevölkerung“, sondern ein Angriff auf die Gesundheitsversorgung!

Diese Maßnahmen stehen in keinem Verhältnis zum Gesundheitsschutz den es für die griechische Bevölkerung gibt: Im Bezug auf die tägliche Gesundheitsversorgung ist das Leben und die Gesundheit der griechischen Bevölkerung massiv gefährdet durch die Politik der Herrschenden, sowie der rücksichtslosen Kürzungspolitik der EU. Zu Recht also gingen Tausende auf die Straße!

In Athen gingen laut Medien 3.000 Menschen auf die Straße, in Thessaloniki waren es sogar 5.000! In Athen kam es am Abend zusätzlich zu kämpferischen Auseinandersetzungen mit der Polizei. Es wurden Brandsätze auf die Polizei geschleudert, welche Tränengas und Blendgranaten gegen die Demonstranten einsetzten.

Der Protest gegen die repressiven Pseudo-Maßnahmen ist gerechtfertigt! Was es braucht ist ein Ausbau der öffentlichen Gesundheitsversorgung!

Nora D.

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