Türkei: Kampf gegen die Offensive der Herrschenden

“In diesen Tagen, in denen die faschistische Diktatur denkt dass sie unbesiegbar ist;“ so eröffnete die Türkische Kommunistische Partei / Marxistisch-Leninistisch (TKP/ML) eine Erklärung, in der es um jene Kämpfer der Türkischen Befreiungsarmee der Arbeiter und Bauern (TIKKO) geht, die Ende letzten Jahres durch Flächenbombardements im Gebiet Dersim ermordet wurden.

Die revolutionäre Armee kämpft gegen die halbkoloniale Unterdrückung und Ausplünderung durch die imperialistischen Monopole und ihre Marionetten in der Türkei. Die gezielte Tötung der Revolutionäre soll den Widerstand brechen, um die Ausbeutung aufrecht zu erhalten – und damit die tiefe Armut eines großen Teils der türkischen Bevölkerung. Diese Tötungen werden aber nicht unwidersprochen hingenommen, sondern zeigen vielen die starke Notwendigkeit auf, sich gegen die Herrschenden zu organisieren. Die TKP/ML ist die fortgeschrittenste Kraft der Revolution in der Türkei, die wie auch in Peru, Indien und auf den Philippinen mit dem Volkskrieg geführt wird. Im Kampf für die Befreiung von Unterdrückung und Ausbeutung haben die revolutionären Soldaten Deniz, Muharrem, Nubar, Rosa, Özgür, Asmin, Munzur und Kinem wie viele andere von ihnen, Ende 2020 ihr Leben gegeben.

Trotz der zeitweiligen Defensive finden weiter Aktionen im Volkskrieg statt, und nach wie vor besonders viele im Gebiet Dersim. So wurde dort im Juli ein gepanzertes Fahrzeug der Polizei erfolgreich angegriffen. Als Vergeltungsschlag bombardierte das Militär zwei Dörfer. Wegen der derzeitigen Trockenheit entstand, ähnlich wie in Griechenland, ein gewaltiger Waldbrand. Einige Journalisten berichteten, dass die Soldaten das Feuer bewusst gelegt haben!

Während diese Kämpfe toben und die Reaktion weiter Jagd auf die Revolutionäre macht, werden Gedenken für die gefallenen Kämpfer abgehalten, die ihnen Vorbild und Wegweiser sind. Am 1. August wurde dem Genossen Ali Demir und acht weiteren Genossen der TIKKO gedacht. Genosse Ali Demir war Guerilla. Als er 1980 verwundet wurde, wurde er zur Behandlung nach Österreich geschmuggelt. Mit anderen Genossen im Exil wurde er aktiv und half beim Aufbau von Organisationen in Wien, St. Pölten und Terniz. Seine aufopferungsvolle und kämpferische Haltung gab er an die Massen dieser Städte weiter, mit denen er eng verbunden war, was ihm und der TKP/ML große Sympathie einbrachte. Ohne zu zögern kehrte er 1986 auch wieder in die Türkei zurück. Die 3. Konferenz der Partei wurde trotz Verfolgung und Verbot durchgeführt – eine schwierige Aufgabe. Als die Reaktion von der Konferenz erfuhr, erhöhte sie die Repression und umzingelte die Guerillas im Dorf Topuzlar. So wurde Genosse Ali Demir mit acht weiteren Genossen der TIKKO am 1. August ermordet. Ihre Taten leben weiter im Kampf, genau wie ihr Vorbild das sie anderen geben.

Die Kommunisten und jene Teile der Bevölkerung, die sie unterstützten, lassen sich durch die Offensive der reaktionären Kräfte nicht einschüchtern. Die Kämpfer der TIKKO vertrauen in ihre eigene Kraft und in die Massen der Unterdrückten, die tagtäglich durch ihr alltägliches Leben lernen, dass nur der revolutionäre Kampf ihre Interessen durchsetzen wird.

Hannes L.

Der Genosse Ali Demir ist ein heldenhaftes Vorbild und auch wichtig für die Organisierung der Unterdrückten in Österreich.
Das Militär verursacht in Dersim Waldbrände und riegelt das Gebiet ab.

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