THEORIE – Afghanistan: Imperialismus und das Selbstbestimmungsrecht der Nationen

Unter dem Banner der „Demokratie“ marschierten die USA und ihre NATO-Verbündeten vor 20 Jahren in Afghanistan ein. Sie verfolgten das Ziel eine ihnen dienliche Regierung zu schaffen, um das Land in ihrem Interesse zu beherrschen. Nach dem nun stattgefundenen Rückzug brach die „nationale Regierung“ wie ein Kartenhaus zusammen und es zeigte sich, dass die „afghanische“ Regierung eine Regierung der Besatzungsmächte war.

Mit dem Imperialismus, der höchsten Stufe des Kapitalismus, werden nicht nur die Klassengegensätze in den kapitalistischen Ländern verschärft, sondern es verschärft sich der Kampf zwischen imperialistischen und unterdrückten Ländern. Man muss, wie V.I. Lenin es zeigte, „als das Grundlegende, Wesentliche und Unvermeidliche beim Imperialismus die Einteilung der Nationen in unterdrückte und unterdrückende hervorheben.“ Die „unterdrückende“ Nation, wie am Beispiel Afghanistan hauptsächlich die USA, hat nicht das Ziel das Land zu entwickeln, sondern den Maximalprofit zu erlangen. Dabei stützte sich die USA auf reaktionäre Kräfte im Land, genauso wie sie vor rund 40 Jahren die Taliban selbst (damals Mudschaheddin) finanziert und aufgebaut hat. Der Führer der chinesischen Revolution, Mao Zedong, beschrieb die Imperialisten im halbfeudalen China so: „Sie verbündeten sich vor allem mit den herrschenden Schichten der früheren sozialen Ordnung (…) – gegen die Mehrheit des Volkes“. Das zeigt, dass es der Imperialismus ist, der die Macht der reaktionären Kräfte in Afghanistan erhalten hat: „der Imperialismus ist mit seiner gesamten finanziellen und militärischen Macht in China die Kraft, die die feudalen Überreste mit ihrem ganzen bürokratisch-militaristischen Überbau stützt, inspiriert, kultiviert und konserviert.“

Jede demokratische und eigenständige Entwicklung muss sich also zwangsläufig gegen den Imperialismus richten. „Der Imperialismus erzeugt einen solchen [den revolutionären – Anm.] Kampf, indem er die Klassengegensätze ungemein verschärft, die Lage der Massen in ökonomischer Hinsicht – Trusts, Teuerung – sowie in politischer Hinsicht verschlimmert, Wachstum des Militarismus, Kriege, Verstärkung der Reaktion, Befestigung und Erweiterung des nationalen Drucks und des kolonialen Raubes verursacht.“ (Lenin)

Die imperialistischen Medien der USA und EU wollen nun den Krieg und die Besatzung Afghanistans legitimieren, indem sie die Machtübernahme der Taliban als „größtes Übel“ hinstellen. Die reaktionären Kräfte des feudalen und halbfeudalen Afghanistans sind jedoch genau jene, die der Imperialismus konserviert und gefördert hat. Das Selbstbestimmungsrecht der Nationen muss gegen den Imperialismus erkämpft werden und von allen demokratischen und fortschritt- lichen Kräfte der Welt verteidigt werden.

Tamara K.

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