Linzer Stadtbahn – Anrainer wurden bislang im Unklaren gelassen!

LOKALBERICHT: Geplante Linzer Stadtbahn soll bereits 2026 quer durch Urfahr rollen – Anrainer wurden bislang im Unklaren gelassen!

Die geplante Nahverkehrslösung soll die Mühlkreisbahn S6 vom Mühlkreisbahnhof über die Eisenbahnbrücke mit dem Hauptbahnhof verbinden, von Gallneukirchen kommend wird die S7 ebenso durchgehend oberirdisch über das Naherholungsgebiet Donaudamm über die Eisenbahnbrücke geführt. Beim Gasthaus Lindbauer entsteht der Nahverkehrsknoten Urfahr Ost, hier sollen zwei S-Bahnen, zwei Straßenbahnen und zwei Buslinien zusammentreffen, um das Pendeln aus dem Mühlviertel nach Linz zu erleichtern.

Die Empörung ist groß, speziell im Wohngebiet rund um die Pragerstraße, hier rollen die Bahngarnituren nur wenige Meter an hunderten Wohnungen vorbei, zudem würden an die 250 Bewohnerparkplätze wegfallen. Anrainerin Sabine S. ist mächtig aufgebracht: „Niemand ist gegen sinnvolle Nahverkehrslösungen, aber warum wurden die BewohnerInnen bislang nicht eingebunden?“ wurde in Lokalblättern zitiert.

Auf die Bewohner in Urfahr kommt tatsächlich einiges zu:

Bis zu zehn Meter beträgt die Trassenbreite, die für die S-Bahn durch die Wohngebiete geschlagen werden muss. Auf Schienenstraßen ist das Zufahren zum linken Fahrbahnrand gesetzlich verboten. Hinter einer S-Bahn muss ein Abstand von 20 Metern eingehalten werden. Bis zu 250 Bewohnerparkplätze fallen weg, da es keine Ausweichflächen gibt. Über die neue Eisenbahnbrücke wird alle 3,75 Minuten eine Zuggarnitur fahren, welches für die Autofahrer kaum Durchfluss zur Brücke gewährt. Die Streckenführung über den Donaudamm bedeutet einen erheblichen Eingriff für die Radfahrer, Spaziergänger und Freizeitsportler, da der vier Meter breite Damm auf 10 Meter Breite aufgeschüttet werden muss.

Die Bewohner der Gemeinden rund um Linz sind seit Jahren durch unzählige Diskussions- und Infoabende in das Geschehen involviert, während tausende betroffene Urfahraner noch immer im Dunkeln tappen und aus den Zeitungen erfahren müssen, dass bereits 2026 zwei S-Bahnlinien im 15-Minuten-Takt quer durch Urfahr rollen werden.

Sabine S. fordert mit tausenden anderen Betroffenen, dass auch sie als ersten Schritt einmal Informationen bekomme und nicht im Dunkeln gelassen werden: „Es kann nicht sein, dass sich unsere Linzer Politiker nicht für uns einsetzen. Wir können nicht die Leidtragenden für ein Projekt sein, das vor allem Pendlern zugute kommt!“

Ein Projekt zu Lasten der Lebens- und Wohnqualität der Anrainer im Namen des „Umweltschutzes“ , während gleichzeitig der Westring mitten durch Linz gebaut wird, der das Verkehrsaufkommen mit Sicherheit nicht verringern wird.

Katja B.


Streckenführung S6 und S7

Grafik: https://www.linz.at/medienservice/2020/202009_107426.php

Quellen:

www. linza.at

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