Leoben/Steiermark – Hitzetoter auf Baustelle

In Leoben in der Oststeiermark ist ein Bauarbeiter bei der Arbeit zum ersten Toten der aktuellen Hitzewelle geworden. Der 46-jährige Arbeiter brach gegen 18:00 auf der Baustelle zusammen, der Notarzt konnte nichts mehr für ihn tun. Noch auf der Baustelle wurde er für tot erklärt. Die Diagnose: klassischer Hitzetod.

In einer Aussendung des ÖGB heißt es: „Auch hier müssen die Arbeitgeber viel mehr auf ihre Leute schauen – das sind sie ihnen schuldig!“ Dabei ist dieser tragische und empörende Fall doch gerade der Beweis dafür, was für eine Illusion dieses Vertrauen auf die „Menschlichkeit der Arbeitgeber“ ist, das hier durch die ÖGB-Spitze gefordert wird. Es geht nicht um „jemanden etwas schuldig“ zu sein, sondern um die Einhaltung der Arbeitsrechte zum Schutz der Gesundheit der Arbeiter!

Ab 32,5 Grad wäre es gesetzlich möglich, den Arbeitern am Bau hitzefrei zu geben. Eine sehr notwendige Maßnahme, denn gerade die körperliche Schwerstarbeit in der prallen Sonne ist bei diesen Temperaturen besonders gefährlich. Und während für „hitzefreie“ Stunden nur 60% ausgezahlt werden, was an und für sich schon eine Frechheit ist, liegt die Freiheit das zu entscheiden allein bei den Chefs. Und da steckt auch der Wurm drin. Denn in der Realität sehen wir gerade, dass so gut wie nirgends die Arbeit ausgesetzt wird. Dabei hat die aktuelle Hitzewelle bereits Temperaturen von bis zu 38°C gebracht!

Der Kollege, der in Leoben derart zu Tode geschunden wurde, hinterlässt eine Familie mit zwei Kindern. Umso wichtiger ist, dass das den Arbeitern und „kleinen Leuten“ eine Lehre sein muss, dass es notwendig ist sich zu wehren und zu kämpfen, und nicht darauf zu „hoffen“ dass Arbeitsrechte aus Moralgründen eingehalten werden – denn genau das führt zu solchen tragischen Fällen!

Hannes L.

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