Nr. 81 der AfA zum Download

Liebe Leserinnen und Leser,

hier könnt ihr die Nr. 81 herunterladen:

Hiermit haltet ihr die Nummer 81 des „AfA-Infoblatts“ in euren Händen. Während seit Wochen in den Medien vor allem von „Lockerungen“ und einem „normalen“ Sommer gesprochen wird, ist davon bisher sehr wenig zu spüren. Nun müssen sich in Wien Eltern auch noch darum kümmern, dass ihre sechs Jahre alten Kindern getestet werden, wenn sie ins Freibad gehen wollen – gleichzeitig wurde seit über eineinhalb Jahren Pandemie kein Cent zusätzlich ins öffentliche Gesundheitswesen investiert. Klar ist, dass die Frage der Gesundheitsversorgung ins „Private“ abgeschoben werden soll – denn jeder sei selbst verantwortlich für seine Gesundheit. Dieser Vorstoß heißt vor allem eines: Sozialabbau!

Dass jedoch die Herrschenden so „fest“ im Sattel sitzen würden, schaut in der Realität ganz anders aus. Zu Recht haben die Korruptionsvorfälle, die im Zuge der ÖBAG- Vorstandsbesetzung ans Licht gekommen sind, viel Kritik gebracht, denn offensichtlich ist es das „Alltagsgeschäft“ in Politik und Wirtschaft. Auch die Wahl Rendi-Wagners zur SPÖ-Vorsitzenden hat gezeigt, dass das Vertrauen und die Zustimmung in den politischen Kurs der Herrschenden selbst innerhalb der SPÖ-

Mitgliedschaft immer weiter schwindet. Mit 75% Zustimmung, ohne Gegenkandidaten, hat sie das schlechteste Ergebnis seit Jahrzehnten erreicht. Die Krise der Sozialdemokratie verschärft sich auch deshalb, weil immer offensichtlicher wird, dass sie sich gegen die Interessen der Arbeiter stellt. Wie bei der Übernahme von MAN Steyr durch Siegfried Wolf: Zuerst wurde die Abstimmung der Belegschaft gefeiert und nachdem die Übernahme trotz Ablehnung der Arbeiter stattfand, hörte man keinen Mucks mehr. Viele Arbeiter haben gesehen, dass sie für ihre eigenen Interessen einstehen und sich zusammenschließen müssen, und das werden sie auch!

Besonders hervorzuheben ist die große Solidarität die in Österreich für die Rechte der Palästinenser gezeigt wurde, nachdem Israel den Gaza-Streifen bombardiert hat und die Regierung die Israel-Fahne hissen ließ. Mit Demonstrationen, Kundgebungen und Aktionen zeigten Tausende in Österreich, dass sie Kriegstreiberei und militärische Aktionen im Ausland ablehnen. Dass sich die EU nun damit preist, ihre Truppen aus Afghanistan abzuziehen, während zeitgleich die größte NATO-Militärübung in Osteuropa/Balkan seit 1945 unterstützt wird, ist reine Augenauswischerei. Die zunehmende Kriegsgefahr durch den Neuverteilungsinteressen von USA und EU in Osteuropa muss entschieden abgelehnt werden. Dazu ist es notwendig, die internationale Solidarität hochzuhalten und sich gegen die Beteiligung Österreichs an Kriegsoperationen zusammenzuschließen!

Herzliche antifaschistische Grüße,

eure Redaktion

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