Salzburg: Lebzelter-Traditionsbetrieb muss nach 142 Jahren schließen

LOKALBERICHT – Der Lebkuchen- und Kerzenmanufaktur-Traditionsbetrieb Nagy in Salzburg muss nach 142 Jahren zusperren. Ende Juni läuft die Produktion von Kerzen und Lebkuchen in Salzburg-Schallmoos aus. Das Handwerk der Lebzelterei und Wachszieherei steht vor dem Aussterben.

Der Lehrberuf zählt zu den ältesten Handwerksberufen in Österreich. Beide Produkte stammen von Bienen (Honig und Bienenwachs) und werden deshalb zusammen hergestellt. Den Lehrberuf für Lebzelterei und Wachszieherei gibt es in Österreich schon seit Jahrzehnten nicht mehr. Das ist ein Grund für die Schließung, da die Betreiber (fünfte Generation) in Ruhestand gehen und keine Nachfolger gefunden haben. Ein anderer Grund ist, dass die Rohstoffpreise des Paraffins für Kerzen in den letzten Monaten in Folge der Krise stark gestiegen sind und der Familienbetrieb mit sieben Angestellten mit den billigen Endpreisen der großen Konzerne nicht konkurrieren kann.

„Unser Handwerk ist vermutlich vom Aussterben bedroht“, fasst es der Betreiber Wolfgang Svoboda zusammen. Es ist eine Frechheit, dass die Herrschenden auf der einen Seite ihr Werbebudget massiv angehoben haben, aber kleine traditionelle Handwerksbetriebe nun vor dem Ruin stehen und ihr Handwerk ausstirbt!

Maria H.

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