Boykott der WM in Katar! Stopp dem Massenmord an Bauarbeitern!

Eines ist sicher, die Fußball Weltmeisterschaft (WM) in Katar ist eine der blutigsten die es je gegeben hat. Von Arbeitsrechten und Arbeitsschutz ist weit und breit keine Sicht, nur um das Spektakel für die FIFA durchzusetzen. 6.500 (!) Arbeiter sind bislang allein beim Stadionbau gestorben!

Schon 2014, als die WM in Brasilien stattfand, wurde durch die brasilianische Regierung alles unternommen, um eine “reibungslose“ Durchführung des Spektakels zu garantieren. So wurden die Bewohner von ihren Viertel verjagt und die, die sich wehrten ins Gefängnis gesteckt oder ermordet, um so den Stadionbau „reibungslos“ durchzuführen. Daher ist es auch kein Wunder, dass immer mehr Fußballfans- und Initiativen, ganze Mannschaften und zum Teil auch einzelne Fußball-Stars für den Boykott der WM sind, oder dafür einstehen, dass sie unter „menschenwürdigen Bedingungen“ stattfindet.

Dietrich Schulze-Marmeling (Mitorganisator der Plattform Boycott-Qatar.de) ging sogar so weit, die heutigen Zustände in Katar mit der während der Militärdiktatur in Argentinien abgehaltene WM von 1978 zu vergleichen: “Das Kalkül der Herrschenden in Argentinien, ein unbeflecktes Land der Weltöffentlichkeit zu präsentieren, ist damals nicht gelungen. Einen ähnlichen Effekt erhoffe ich mir bezüglich Katar“. Auch Toni Kroos (Spieler bei Real Madrid und der Deutschen Nationalelf), äußerte sich kritisch zur WM in Katar: „Grundsätzlich muss ich sagen, dass ich die Vergabe – die allerdings schon über zehn Jahre her ist – an Katar nicht gut finde. Das hat mehrere Gründe. Das eine sind die Arbeitsbedingungen, aber es gibt noch den einen oder anderen Punkt.“

Diese Aktionen sind gut und sollen weitergeführt werden, da sie ein wichtiges Thema aufgreifen und der Fußball doch eine immense Reichweite in der Welt hat. Bemerkenswert ist dabei allerdings, dass auch hier mit zweierlei Maß gemessen wird. Gab es um die WM in Brasilien, die ebenso einen hohen Blutzoll der Bevölkerung forderte, kaum Kritik aus den sogenannten „westlichen“ Vereinen, so wird nun die berechtigte Kritik an Katar immer lauter. Das ist einerseits gut so, zeigt aber auch auf, dass solch schlimme Zustände oft nur kritisiert werden, wenn sie nicht den jeweiligen Kapital- interessen schaden.

Es zeigt sich offensichtlich das immer mehr auf die Umstände in Katar aufmerksam machen und sich der Protest entwickelt. Doch eines muss klar sein: Im kapitalistischen System wird es immer wieder zu solchen und noch heftigeren Angriffen gegen die Arbeiterinnen und Arbeiter kommen. 6.500 sind von der FIFA ermordet worden, nur um auf ihre Kosten Milliarden zu scheffeln um in den nächsten 2 bis 4 Jahren wieder ein solches Massaker an den Arbeitern durchzuführen, insbesondere in Austragungsorten der „Dritten Welt“.

Boykott der Fußball Weltmeisterschaft in Katar!

Alexander G.

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