Seilbahnunglück: Notbremse ausgeschaltet um „Störung und Blockierung“ zu vermeiden.

Vergangen Sonntag passierte in Italien auf dem Lago Maggiore ein tragischer Seilbahnunfall. 14 der 15 Personen der Gondel verloren ihr Leben. Einziger Überlebender ist ein 5-jähriger Bub der seine ganze Familie bei diesem Unglück verlor.

Die Ermittlungen von der Staatsanwaltschaft ergaben, dass die Notbremse deaktiviert war. Laut den Ermittlern wurde der Spreizer der Notbremse, der die Kabine im Falle eines Bruchs eines Seils blockieren sollte, nicht entfernt. Somit konnte die Notbremse nicht greifen und das Seil rutschte durch.

Im Zuge der Ermittlungen wurden drei Personen festgenommen, darunter der Direktor der Seilbahngesellschaft und zwei Techniker. Diese gaben auch schon ihre Geständnisse ab. Sie gaben zu, bewusst den Spreizer drinnen gelassen zu haben, um so Störungen und Blockaden der Seilbahn zu vermeiden. Diese Störungen und Blockaden traten öfter kurz vor der Bergstation auf und es kam zum Stillstand und somit zu einer Verzögerung. Der Direktor versuchte sich damit zu rechtfertigen, dass sie die Notbremse deshalb außer Betrieb setzten, da sie davon ausgingen ‚dass ein Kabelbruch niemals hätte eintreten können‘. Diese Rechtfertigung ist mehr als heuchlerisch, da laut dieser Aussage jegliche Sicherheitsmaßnahmen unnötig wären. Und das in einem Seilbahnbetrieb!

Es zeigt sich einmal mehr, dass die Interessen der Kapitalisten nicht dieselben wie die der Massen sind. Anstatt eine Technik-Firma zu holen um das Problem zu lösen, wird die Notbremse manipuliert, nur um noch mehr Gewinn aus der Seilbahn zu holen und sich zusätzliche Kosten für Sicherheitsvorkehrungen zu sparen. Jetzt starben 14 Personen, ein fünfjähriger Bub erwachte vom Koma und musste feststellen, das seine ganze Familie verstorben ist und das „nur“ um mehr Profit in die Tasche des Betreibers zu füllen!

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