Gelungene Kundgebung: Für Demonstrationsrecht, Neutralität und Solidarität mit Palästina

Hier möchten wir einen Bericht veröffentlichen, der uns anlässlich einer in Wien stattgefundenen Kundgebung in Solidarität mit Palästina zugesendet wurde. Die Kundgebung richtete sich vor allem gegen Demonstrationsverbote und für die Verteidigung der Österreichischen Neutralität, da die Herrschenden in Österreich den kriegführenden Staat Israel unterstützen.

Die Kundgebung am 21.05. wurde – wie die vorherigen in Solidarität mit Palästina – untersagt. Völlig ungeniert wurde der Grund bekannt gegeben: Wenn „tschetschenische, afghanische, türkische und arabische“ Massen auf die Demonstration kommen werden, sei das eine Gefährdung der öffentlichen Sicherheit. Mit offen rassistischen Argumenten werden Demonstrationen in Solidarität mit Palästina verboten, während Demonstrationen in Solidarität mit Israel stattfinden können. Bereits mit dem Hissen der Israel-Fahne über dem Kanzleramt haben die Herrschenden ein weiteres Mal bewiesen, dass die österreichische Neutralität für sie nur eine hohle Phrase ist. Doch als klar wurde, dass die Demonstration trotzdem stattfinden würde, wurde die Eröffnung „Wir sind heute hier um gegen Israel zu demonstrieren, für die Freiheit von Palästina!“ mit Jubel begrüßt.

Inmitten einem Meer aus Fahnen wurden mit großer Energie die Losungen „Free Free Palestine!“ und „Hoch die internationale Solidarität!“ angestimmt, und auch „From the river to the sea, Palestine will be free!“. Besonders auffällig waren die vielen selbstgemachten Transparente und Schilder. Ein kämpferisches Transparent mit dem Bild der Freiheitskämpferin Leila Khaled viel auf, auf dem zu lesen war: „Gegen Imperialismus und staatlichen Rassismus – Rebellion is justified!“ – das Gebot der Stunde!

Für die Palästinenser und die Unterstützer war klar, dass diese Demonstration stattfinden muss, dass Sheikh Jarrah und Gaza verteidigt werden müssen und auch das Demonstrationsrecht und die österreichische Neutralität verteidigt werden muss. „Ich habe eine halbe Stunde Mittagspause in der Arbeit. Die verbringe ich hier“ erzählte ein junger Fahrtendienst-Fahrer. Es war diese Initiative und Kraft, mit der es gelang, die Demonstration trotz Verbots bis zum Ende durchzuziehen. Mit diesem Sieg im Rücken müssen wir zur nächsten Demonstration gehen!

Freiheit für Palästina!

Hoch die internationale Solidarität!

Eine Antwort zu “Gelungene Kundgebung: Für Demonstrationsrecht, Neutralität und Solidarität mit Palästina

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