Wien: Solidaritätskundgebungen mit den Protesten in Palästina zum Nakba-Tag

Im folgenden veröffentlichen wir nachträglich einen Bericht zu Aktionen am Tag der Nakba:

Am 15. Mai war der Jahrestag der Nakba, der „Katastrophe“, also Vertreibungen und Ermordungen an der Palästinensischen Bevölkerung, die mit der Gründung Israels einher ging. Weltweit wurde dieser in Solidarität mit den aktuellen Protesten in Palästina begangen. Trotz verboten wurden in Österreich zahlreiche solcher Protest abgehalten, so auch in Wien.

Über 40 Demonstrationen und Kundgebungen wurden in Österreich an diesem Wochenende untersagt. Während die Herrschenden die Israel-Fahne über dem Kanzleramt gehisst hatten, und in „Solidarität mit Israel“ klar Position für Vertreibung und Staatlichen Rassismus, für Kriegstreiberei und nationale Unterdrückung bezogen, wurden lediglich die Pro-Israelischen Demonstrationen genehmigt. Man sieht klar: die Neutralität Österreichs ist für die Herrschenden Österreichs ein bloßes Lippenbekenntnis.

Die demokratisch und antiimperialistisch gesinnten Kräfte ließen sich davon nicht einschüchtern. Nach der gelungenen Demonstration am Mittwoch fanden in ganz Österreich unangekündigt Kundgebungen und kleine Demonstrationen statt.

In Wien wurde bei mehreren Kundgebungen und Sponti-Demonstrationen von Aktivisten von BDS Austria, gemeinsam mit Antiimperialistischen Aktivisten Aktionen gesetzt, bei denen sich spontan Leute anschlossen. So gab es ein Statement eines Aktivisten am belebten Viktor-Adler-Markt in Wien, das bei den Massen im Arbeiterbezirk auf großen Zuspruch traf.

Außerdem gab es einen Demonstrationszug durch die Mariahilferstraße, die große Einkaufstraße von Wien. Palästina-Fahnen wurden geschwenkt, und Parolen wie „Free Free Palestine!“ und „From the River to the sea, Palestine will be free!“ angestimmt. Auf einem Schild war zu lesen „Save Sheikh Jarrah!“

„Nieder mit Imperialismus und staatlichen Rassismus!“ war auf einem Transparent mit dem Gesicht der weltbekannten Befreiungskämpferin Leila Khaled zu lesen.

Den Abschluss des Tages bildete ein Demonstrationszug am wiener Stephansdom. Bei diesem Wahrzeichen wurde ein wichtiges Zeichen gesetzt: breite Teile der Volksmassen in Österreich lehnen den Pro-Israelischen Kurs der Herrschenden ab und stehen in Solidarität mit Palästina.

In diesem Sinne stand auch eine gelungene Symbolische Aktion der Palästinasolidarität Österreich: Am Abend wurde von Ihnen die Palästinensische Fahne mittels Beamer ans Kanzleramt projiziert.

Die Zwangsräumungen im Jerusalemer Viertel Sheikh Jarrah sind die Weiterführung der Vertreibung von Palästinensern die seit der Nakba weitergeht. Die Proteste in ganz Palästina sind eine hervorragende Antwort der entrechteten und unterdrückten Volksmassen auf die Progrome in Ostjerusalem, auf weitere Vorstöße wie die weitere Annexion palästinensischen Landes, gegen die Kriegstreiberei Israels. Diese dient den Interessen der Herrschenden in den USA und Europa – der Wiege des Antisemitismus.

Die Internationalen Proteste stehen in Solidarität mit dem Widerstand gegen Vertreibung, rassistische Repression der Proteste und die Bombardierung Palästinensischer Gebiete mit hunderten Toten durch das israelische Militär.

In diesem Sinne waren die Proteste zum Nakba-Tag ein starkes Zeichen der internationalen Solidarität. Weitere werden folgen.

Freiheit für Palästina!

Hoch die internationale Solidarität!

Hannes L.

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