1. Mai 2021: Internationaler Kampftag der Arbeiterklasse

„Hoch der 1. Mai!“ – ein Kampfruf der besonders dieses Jahr eine große Bedeutung für die Unterdrückten und Ausgebeuteten hat. Der diesjährige 1. Mai steht ganz im Zeichen des Aufschwungs der Arbeiter- und Volksbewegungen weltweit und zeigt damit die Notwendigkeit sich für die eigenen Interessen zusammenzuschließen und zu organisieren.

Die Krise die wir seit über einem Jahr erleben ist eine Krise des kapitalistischen Systems. Den Arbeitern und unterdrückten Völkern wurde mit voller Härte vor Augen geführt, dass die Herrschenden auch während einer weltweiten Pandemie skrupellos ihre eigenen Interessen durchzusetzen versuchen. Die wirtschaftliche und politische Krise drängt die Herrschenden dazu, Demokratie- und Sozialabbau voranzutreiben und den Kampf um neue Märkte und Extraprofite noch brutaler und blutiger zu führen. International drückt sich das vor allem im Kampf der imperialistischen USA und EU gegen Russland aus, wo zur Schwächung der Konkurrenz ein Krieg in der Ukraine geführt wird und Sanktionen sowie Kriegsdrohungen gegen Weißrussland ertönen. Im „Nahen Osten“ wurde unmittelbar nach Amtsantritt von US-Präsident Biden der Krieg gegen das syrische Volk weitergeführt, mit dem Ziel dadurch den Iran einzukreisen, um dieses für die USA und EU strategisch wichtige Land zu beherrschen. Auch in Indien oder Brasilien sehen wir, wie die Regierungen im Dienst der USA- und EU-Imperialisten blutig gegen das eigene Volk vorgehen, vor allem gegen die kämpfende Bauernschaft. Ist das nicht ein eindeutiger Beweis dafür, dass die „Internationale“ als Inhalt des ersten Mai, nur durch die gemeinsame Tat der Unterdrückten und Ausgebeuteten lebendig werden kann? Den Versuch der Mächtigen, die Krisenlasten auf die Arbeiter und unterdrückten Völker abzuwälzen, beantworten die Arbeiterklasse und Volksmassen mit großem Widerstand und Kampf. Damit verschärft sich die politische Krise der Herrschenden zunehmend.

Der Widerstand und Kampf zeigt, dass immer weniger Menschen das Märchen glauben, die Pandemie wäre die Ursache der Krise. Nun werden uns die Folgen von jahrzehntelangem Sozialabbau, Privatisierungen, Aufrüstung und Abbau von Arbeitsrechten vor Augen geführt werden. Deshalb gibt es weltweit bereits drei Millionen Corona-Tote, deshalb kann neben der Behandlung von Corona-Patienten die Gewährleistung anderer medizinischer Behandlungen nicht ausreichend sichergestellt werden. Während gegen große Teile der Weltbevölkerung harte Repressionsmaßnahmen und Ausgangssperren verhängt werden, wird der Sozialabbau und die kriegerische Ausplünderung weitergeführt. Auch der Kampf der mächtigen Länder und ihrer Pharmakonzerne um Impfpatente und Impfdosen wird ganz offensichtlich nicht im Interesse der Volksgesundheit geführt. Es ist die politische Krise die immer breitere Teile der Arbeiter und unterdrückten Völker erkennen lässt, dass die „beste aller Welten“ bankrott und verfault am Boden liegt und nicht imstande ist, die Gesundheit der Massen zu schützen. Zunehmend vertrauen die Arbeiter und Völker in ihre eigene Kraft und kämpfen gegen Demokratie- und Sozialabbau und für ein Gesundheitswesen im Dienst des Volkes. Im Kampf gegen die Lügen der Herrschenden, dass „wir alle in einem Boot sitzen“ und nur „gemeinsam durch die Krise“ kommen würden, stärkt sich das Bewusstsein über die Notwendigkeit den Klassenkampf zu entwickeln und die nächsten Schritte zu gehen. In all jenen Ländern, wo sich die Arbeiter- und Volksbewegung schon eine feste Organisation mit revolutionärer Führung geschaffen hat, sehen wir Erfolge für die Unterdrückten.

Auch in Österreich sehen wir eine tiefe politische Krise und zahlreiche Proteste und Kämpfe gegen Massenkündigungen, Demokratie- und Sozialabbau. Während die Herrschenden mit Freunderlwirtschaft und Korruption glänzen, stärken die Arbeiter und das Volk die Solidarität und den Kampf für ihre gemeinsamen Interessen. Nicht nur für die Arbeiter von MAN Steyr haben wir eine große Unterstützung aus ganz Österreich gesehen, auch für die Anhebung des Arbeitslosengeldes und gegen den Abbau demokratischer Rechte entwickelt sich die gemeinsame Aktion von Organisationen und Initiativen der Arbeiterklasse und des Volkes. Diese Errungenschaften und auch die gemeinsamen Forderungen und Ziele hochzuhalten – dafür gehen wir heuer auf die 1. Mai Demonstration. Die Einheit der Arbeiter, die Einheit der Volksmassen gegen Unterdrückung und Ausbeutung – dafür brauchen wir den 1. Mai und seine historischen Lehren: eine feste und revolutionäre Organisation der Arbeiterklasse!

Wehrt euch und kämpft: Für jeden Arbeitsplatz! Gegen Demokratie- und Sozialabbau!

Johanna K.

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