Solidarität mit dem Kampf der armen Bauern in Brasilien! Nieder mit der Kriminalisierung des Kampfes um Land!

Das Land von Santa Elina ist getränkt mit Bauernblut! Wir werden hier nicht weggehen!” (Bauern aus dem derzeit von der Militärpolizei umzingelten Camp Manoel Ribeiro)

Seit Ende März bereiten die Herrschenden in Brasilien ein neues Massaker an der revolutionären Bauernbewegung vor. Im Zentrum des geplanten Angriffs steht das Camp Manoel Ribeiro (Rondonia), eine Region in der schon 1995 ein grausames Massaker an den Bauern durchgeführt wurde. Die Bauern und ihre Organisation, die „Liga der armen Bauern“, sind fest entschlossen standhaft zu bleiben und ihr Recht gegen die blutigen Interessen der Großgrundbesitzer zu verteidigen.

Das „Verbrechen“ das die Bauern vom Camp Manoel Ribeiro begangen haben ist sich das zu nehmen was ihnen zusteht: Das Land! Ende letzten Jahres hat die revolutionäre Bauernschaft die Großgrundbesitzer der Farm Santa Elina vertrieben, das Land zurückerobert und es unter den armen Bauern aufgeteilt. Dieser Sieg der Bauernbewegung entwickelte enorme Anziehungskraft weit über die Grenzen der Region hinaus, und die lokale Regierung, die Großgrundbesitzer und ihre bewaffneten Söldner sind nun zu jedem Verbrechen bereit um ihre alte Macht wieder herzustellen. Geleitet wird die Aktion vom Bürgermeister der Region Rondonia, Marcos Rocha, der gleichzeitig Oberst der Militärpolizei ist, sowie seinem Sicherheitsminister Cisneiro Pacha, der den Bauern noch allzu gut als „Schlächter von Santa Elina“ in Erinnerung ist. Alle Zufahrtsstraßen zum Camp Manoel Ribeiro wurden durch die Militärpolizei abgesperrt, jede Person die in die Region ein- oder ausreißen will wird mit illegalen Methoden kontrolliert und erpresst. Gütertransporte werden verweigert, der Gesundheitsdienst ausgesetzt und sogar die Impfungen gegen das Corona-Virus wurden ausgesetzt, obwohl Brasilien eines jener Länder mit der höchsten Todesrate auf Grund von Covid-19 ist.

Um das geplante Massaker an der revolutionären Bauernbewegung in der Region zu legitimieren, greifen die Herrschenden zu altbekannten Methoden: Die Bauern werden als „Terroristen“ bezeichnet und die terroristischen und blutigen Methoden der Militärpolizei als „Mittel um den Frieden am Land wiederherzustellen“. Das ist nicht als ein zynischer und widerlicher Versuch den Kampf um das Land zu kriminalisieren und alle Angriffe auf die Bauern zu rechtfertigen!

Die Bauern von Santa Elina lassen sich aber nicht einschüchtern, sie zeigen ihre Entschlossenheit in der Verteidigung ihres Landes und ihrer revolutionären Errungenschaften: „Das auf Santa Elina vergossene Blut fließt in unseren Adern! Auch wenn es noch schlimmer werden wird, dieses Land gehört uns!“

Die Bauernbewegung in Brasilien hat sich seit dem Massaker von Corumbiara 1995 eine starke Organisation geschaffen die auch in diesem schwierigen Moment fest an der Seite der kämpfenden Bauern steht und sie in ihrem gerechtfertigten Weg und Ziel anführt: Die Agrarrevolution weiter zu entwickeln und den Großgrundbesitz zu zerschlagen. Diese Organisation, die Liga der Armen Bauern, ruft zur Solidarität mit dem Kampf der armen Bauern in Brasilien!

Zeigen wir auch in Österreich unsere kräftige Unterstützung! Schließen wir uns den gerechtfertigen Forderungen an:

Nieder mit der Kriminalisierung des Kampfes um Land!

Solidarität mit dem Kampf der armen Bauern in Brasilien!

Es lebe die Liga der Armen Bauern!

Eine Antwort zu “Solidarität mit dem Kampf der armen Bauern in Brasilien! Nieder mit der Kriminalisierung des Kampfes um Land!

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