„Thaliastraße Neu“ – ein Gentrifizierungsprojekt?

LOKALBERICHT – Der geplante Umbau der Thali-astraße (Ottakring), vom Gürtelbis zum Wilhelminenberg, durch die rot-grüne Stadtregierung sorgt für Unmut. Mit den bekanntenSchlagwörtern „Begegnungszonen“, „mehr Grün, Platz und barrierefrei“ soll die Straße zu einer„attraktiven Einkaufsstraße“ gemacht werden.

Obwohl das Projekt noch nicht genehmigt ist und auch noch keine Kosten vorliegen, soll schon dieses Jahr gebaut und der Abschnitt zwischen Gürtel und Hasnerstraße fertiggestellt werden. Die Stadt rühmt sich mit einer „hochen Beteiligung trotz Corona Einschränkungen“ und einem „enormen Interesse“ bei einem „Bürgerbeteiligungsverfahren“. Was verschwiegen wird: Nur knapp 2,7% der Ottakringer Bevölkerung beteiligten sich an diesem Verfahren! Diese doch sehr niedrige Beteiligung wird jedoch als „ausreichend“ betrachtet. Nicht nur fallen für die Anwohner zwei Drittel der 250 Parkplätze weg, auch eine weitere Gentrifizierung des Viertels ist zu erwarten.

Vor Kurzem sammelten die Anwohner der Gallizinstraße in Ottakring 4000 Unterschriften gegen das Zubetonieren eines 5000m2 großen Grünareals am Rande des Wiederwalds. Das ist eine höhere Beteilung als beim „Bürgerbeteiligungsverfahren“ und diese wurden nicht „gehört“. Die Beteiligung der Anwohner zählt offenbar nur dann, wenn es den Interessen der Stadtregierung dient.

Johanna K.

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