Mieter der ÖBB-Wohnanlage im Franckviertel fürchten Verkauf

Die ÖBB will ihre Wohnanlage rund um den Obach- und den Keißlerplatz im Linzer Stadtteil Franckviertel nun an den Höchstbieter verkaufen. Für die Mieter, Arbeiter und Ehemalige der ÖBB, bedeutet das höchstwahrscheinlich doppelt so hohe Mietpreise und den Verlust ihrer Kleingartensiedlung.

Eine ehemalige ÖBB-Bedienstete die seit 48 Jahren dort lebt schildert die Situation: „An den Häusern wurde nur das Allernötigste getan, Wohnungen mit unbefristeten Mietverträgen, die frei wurden, sind nicht mehr vermietet worden“. Insgesamt geht es um 34 Häuser mit 249 Wohnungen, von denen Ende Jänner nur mehr 109 belegt waren. Die abbruchreifen Häuser sollen nun für 5,5 Millionen Euro verkauft werden, was mindestens zu einer Verdopplung der Mieten führen würde. In der Verkaufsausschreibung verpflichtet sich die ÖBB die Kleingärten der Mieter binnen sechs Monaten nach Kaufabschluss abzutragen. Gerechtfertigterweise sind die Mieter wütend, dass so etwas einfach gemacht wird: „Ich habe den Garten schon 33 Jahre“, so eine Mieterin.

Mit dem Verkauf wird Profit auf dem Rücken der Mieter gemacht. Diese dürfen zwar laut Vertrag bleiben, jedoch wird der Großteil bei doppelt so hohen Mietpreisen ausziehen müssen. Zuerst lässt die ÖBB die Häuser stark herunterkommen, um sie dann zu hohen Preisen zu verkaufen – der Unmut der Mieter ist vollkommen richtig und Widerstand muss organisiert werden!

Zlatja K.

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