Volksgesundheit: Impfung um jeden Preis?

Hier möchten wir einen sehr empfehlenswerten Artikel aus der neuen Nummer der „AfA“ veröffentlichen.

Volksgesundheit: Impfung um jeden Preis?

Kaum ein Thema wurde in den letzten Monaten von den bürgerlichen Medien so stark in den Vordergrund gestellt wie die Corona-Impfungen. Neben dem „Lockdown“ wird die Impfung als zweites „Allheilmittel“ gegen die Pandemie präsentiert. Während Impfungen die im Rekordtempo und ohne Einhaltung der üblichen Testphasen als „100 Prozent sicher“ deklariert werden, wird jegliche im Dienst der Volksgesundheit stehende Kritik als Impfgegenerschaft oder Corona-Leugnung abgetan. Dass bei der Impfung nicht die Gesundheit von Milliarden Menschen im Vordergrund steht, lässt alleine schon der Verkauf von Daten und der „Grüne Impfpass“ vermuten, sowie die Interessen der größten Pharmakonzerne.

Ganz offensichtlich ist die derzeitige Debatte über die Corona-Impfungen nicht hauptsächlich eine zwischen „Impfgegnern“ und „Impfbefürwortern“. Sieht man sich an, woher die hauptsächliche Kritik an den Covid-Impfungen kommt, ist das das Pflegepersonal in den Krankenhäusern, Ärzte und Biologen, wie auch andere Teile der Arbeiter und des Volkes. Im Wiener AKH unterzeichneten an nur einem Vormittag 500 Pflegekräfte eine Petition gegen die Verwendung des AstraZeneca Impfstoffs, am LKH Uniklinikum Graz stellten sich 800 vom Krankenhauspersonal gegen diesen Impfstoff und in Salzburg schlossen sich 50 Ärzte zusammen, um den Stopp der AstraZeneca Impfung zu erreichen. In zahlreichen Protesten und Demonstrationen wehrte sich die Bevölkerung gegen einen nicht genügend getesteten Impfstoff, sowie auch gegen die Einführung des „Grünen Impfpass“, der einen massiven Angriff auf die Privatsphäre und Persönlichkeitsrechte bedeutet.

Während von Seiten der Herrschenden versucht wird die Corona-Impfstoffe als „sicher“ darzustellen, gibt es für diese Einschätzung keine wissenschaftliche Grundlage. Keiner der vier zugelassenen Impfstoffe (BioNTech/Pfizer, Moderna, AstraZeneca, Janssen) hat die drei üblichen Testphasen in ihrer gesamten Länge durchlaufen, es ist zu einem Wegfall der üblichen Wartezeiten und Langzeitbeobachtungen gekommen. Die bisher kürzeste Impfstoffsicherheitstestung liegt bei etwas über vier Jahren, das war bei einer Impfung gegen Mumps. Normalerweise beträgt die Dauer der Testphasen acht bis zehn Jahre, da alleine die dritte klinische Phase mindestens zwei Jahre dauert, um auch mögliche Langzeitfolgen zu beobachten. Das ist der erste wichtige Punkt, warum es keine Grundlage dafür gibt, die Impfstoffe als „sicher“ zu bezeichnen. Ein zweiter entscheidender Punkt bei Impfstoffen ist ihre Wirkung. Es gibt bei keiner der Impfungen den Nachweis, dass mit der Impfung das Virus nicht mehr an andere weitergegeben werden kann, also eine Unterbrechung der Infektionskette erreicht wird (Sterilisierung). Das ist mehr als ernüchternd, kann das doch dazu führen, dass die Mutationsrate des Virus ansteigt. Die Gefährlichkeit liegt vor allem darin, dass die Corona-Impfung eine Massenimpfung ist, also Millionen und Milliarden Menschen verabreicht werden soll und sich somit alle Nebenwerkungen und Risiken multiplizieren. Dass dieser Umstand, also Nebenwirkungen und Langzeitfolgen, bewusst in Kauf genommen wird, zeigt die Haftungsfrage. Keiner der Impfstoffhersteller übernimmt die Haftung für Folgeschäden. Im Vertrag der EU mit AstraZeneca wurde beispielsweise geregelt, dass nicht der Hersteller, sondern der jeweilige Mitgliedsstaat für den Schaden aufkommen muss. Der Steuerzahler muss also die Haftung übernehmen und das, obwohl die Verträge schon vor der Zulassung der Impfstoffe abgeschlossen wurden, bevor überhaupt klar war, welche Wirkung und Nebenwirkung der Impfstoff hat.

Offensichtlich ist es vollkommen gegen die Gesundheit der Arbeiter und des Volkes gerichtet, wenn nun von Seiten großer Teile der „Linken“ vollkommen unkritisch „mehr Impfungen“ gefordert werden, oder „das Impfchaos zu beenden“. Ist es denn schon „Impfgegnerschaft“ den großen Monopolen in der Pharmaindustrie nicht blind zu vertrauen? Der weltweit größte Medikamentenhersteller Pfizer musste 2009 nach einem Prozess wegen der illegalen Vermarktung von Arzneimitteln, sowie der falschen Darstellung der Wirkung und Nebenwirkung, 2,3 Milliarden Dollar bezahlen. Pfizer hatte vier ähnliche Verfahren alleine zwischen 2002 und 2009.[1] Auch AstraZeneca wurde in den letzten 20 Jahren ein Dutzend mal für solche Verbrechen verurteilt.[2] Es sollte also nichts Neues sein, dass im kapitalistischen System auch Medizin und Medikamentenherstellung den Interessen der Kapitalisten untergeordnet ist. Deshalb ist auch der „Maskenskandal“ rund um die Hygiene-Austria nicht allzu verwunderlich: möglichst hohe Profite, schlechte Arbeitsverhältnisse, mangelnde Verträge der Arbeiter und die Verschmelzung von Politik und Wirtschaft. Es gibt für die Arbeiter und das Volk keinen Grund, den Herrschenden in der Gesundheitsfrage blind zu vertrauen. Im Gegenteil, die Kritik immer größerer Teile der Bevölkerung gegen die Korruption auf Kosten des Volkes ist gerechtfertigt und verdeutlicht die Verschärfung der Krise. Auch das scheinheilige Versprechen der Impfstoffhersteller, dass die Kosten der Impfung reine Produktionskosten seien, also „im Dienste der Menschen“ hergestellt wird, stimmt nicht. Dieses „Versprechen“ gilt nur zeitlich begrenzt, in erster Linie ist es bei den Pharmakonzernen darum gegangen sich (mit Milliarden an Förderungen aus öffentlichen Geldern) das Monopol auf die Herstellung zu sichern, um später Milliarden an teuren Impfstoffdosen verkaufen zu können.

Als „Vorzeigebeispiel“ für den Umgang mit der Pandemie wird Israel präsentiert, das schon einen großen Anteil der Bevölkerung durchgeimpft hat. Israel hat im Gegenzug zur Sicherung der Impfdosen dem Hersteller BioNTech/Pfizer die Übermittlung aller Impfdaten in Echtzeit vertraglich garantiert, was sozusagen die erste groß angelegte „Teststudie“ ist. Mit der Einführung des „Grünen Impfpass“ soll nun auch in Österreich diese Überwachungsmaßnahme eingeführt werden. Nicht nur bedeutet der Grüne Impfpass eine digitale Zentralisierung der Daten auf neuem Niveau (nichts anderes kann der Zweck sein, da es ja einen normalen Impfpass, als auch den „Internationalen Impfpass“ schon gibt), auch rechtfertigt dieser die Entziehung der demokratischen Rechte für den nicht-geimpften Teil der Bevölkerung. Unter dem Titel der „Rückkehr zur Freiheit“ wird ein hartes Überwachungssystem eingeführt und die Faschisierung des Staatsapparates vorangetrieben. Im Österreich soll der digitale „Grüne Impfpass“ schon mit April beginnen und sich zuerst auf Tests beschränken. Mit Juni sollen all jene, die im Impfpass eine Impfung, Immunisierung oder Testung vorweisen können, mehr „Freiheiten“ bekommen.

Die Herrschenden versuchen uns einzureden, dass es eine Frage von „friss oder stirb“ wäre, also entweder Impfen um jeden Preis und ohne größtmöglicher Impfstoffsicherheit, oder kein Gesundheitsschutz gegen die Covid-19 Pandemie. Die Arbeiter und das Volk haben aber Interesse an Gesundheitsschutz und Aufklärung. Dies zeigen die Proteste und Demonstrationen großer Teile der Bevölkerung schon seit Monaten, welche die politische Krise der Herrschenden weiter verschärften. Die fortschrittlichen, demokratischen und revolutionären Kräfte müssen diese gerechtfertigt Kritik unterstützen und weiterentwickeln, und breite Teile der Bevölkerung für den Kampf um ein Gesundheitswesen im Dienste des Volkes mobilisieren und organisieren. Gleichzeitig müssen sie auch gegen reaktionäre und volksfeindliche Haltungen auftreten, die Impfungen oder Gesundheitsschutz allgemein ablehnen.

Johanna K.

[1] nytimes.com, Pfizer Pays $2.3 Billion to Settle Marketing Case

[2] zeitenwechsel.org, AstraZenecas kriminelle Vergangenheit

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