Gedenkfeier zum Roten Februar 1934 in Wien: Es lebe die rote Einheit der Arbeiterklasse!

Am 12. Februar 2021 wurden die heldenhaften Februarkämpfe von 1934 mit einer Gedenkveranstaltung im Sandleitenhof in Wien/Ottakring hochgehalten. Vor 87 Jahren erhoben sich die Arbeiter Österreichs im bewaffneten Kampf gegen den Faschismus. Es war der erste bewaffnete Aufstand gegen den Faschismus in ganz Europa, womit der Rote Februar in Österreich zu einem wichtigen Beispiel für die Arbeiter in vielen anderen Ländern wurde.

Redakteure der „Antifaschistischen Aktion – Infoblatt“ beteiligten sich an der Gedenkveranstaltung und berichten uns hier von diesem erfolgreichen Ereignis. Die Gedenkfeier war mit 25 Teilnehmern gut besucht, es waren Arbeiter, Angestellte und Studenten die sich lebhaft daran beteiligten. Trotz eisiger Temperaturen öffneten Anwohner ihre Fenster und hörten sich die Feier an. Einige Passanten blieben stehen und es wurde applaudiert. Bei der Gedenkfeier wurde eine Rede gehalten, die besonders die Lehren des Februar 1934 hervorhob. Es war die Spaltung der Arbeiterklasse durch die Führung der Sozialdemokratie, welche letztendlich zur Niederlage der Februarkämpfe führte. Die Führung der Sozialdemokratie hatte viel Einfluss unter den Arbeitern, doch dem antifaschistischen Kampf einen schlechten Ausgangspunkt verschafft und im Februar 1934 schließlich dazu aufgerufen, sich dem Austrofaschismus nicht zu widersetzen. Sie ist sogar teilweise offen zu diesem übergelaufen.

Als Kulturbeitrag wurden zwei Kurzgeschichten über die Ereignisse vorgetragen, die den Kampf der Arbeiter sehr lebendig darstellten. Es wurde auch das „Einheitsfrontlied“ von Berthold Brecht und das im tschechischen Exil entstandene „Lied aus Österreich“ gesungen. Als gebührender Abschluss fand eine Kranzniederlegung statt, Blumen und Kerzen wurden zu einem Denkmal für die Aufständischen des Sandleitenhofs gelegt. Die Feier wurde auch von Aktivisten der Organisationen Partizan und Wiener ArbeiterInnensyndikat unterstützt, die kurze Redebeiträge an die Teilnehmer richteten. Mit ihrer Beteiligung kam auch die revolutionäre Arbeitereinheit zum Ausdruck.

Trotz klirrender Kälte blieb die Stimmung bei lebhafter Beteiligung feierlich und kämpferisch, besonders weil hervorgehoben wurde, dass wir die Lehren des Roten Februars heute fest aufnehmen müssen. Obwohl die Kämpfe eine zeitweilige Niederlage erlitten, wurde an diesem und den darauffolgenden Tagen ein wichtiger Grundstein für den gesamten antifaschistischen Widerstandskampf in Österreich gelegt. Hunderte gaben in den Februarkämpfen ihr Leben, Tausende wurden verfolgt und inhaftiert, aber ihr Beispiel und Kampf hat viele weitere in die Reihen des antifaschistischen und revolutionären Kampfes gebracht. Denn die Februarkämpfer haben gezeigt, dass der antifaschistische Widerstandskampf nur durch die revolutionäre Einheit der Arbeiterklasse siegreich sein kann. Sie zeigten uns, dass diese Art von Einheit auch eine revolutionäre Führung braucht, dass sich die Arbeiterklasse eine revolutionäre Partei schaffen muss, um siegreich kämpfen zu können. Die Gedenkveranstaltung zeigte die Bereitschaft der Teilnehmer die Lehren des Februar 1934 auch heute aufzunehmen und im Kampf die revolutionäre Einheit der Arbeiter zu schmieden!

Anna H.

Eine Antwort zu “Gedenkfeier zum Roten Februar 1934 in Wien: Es lebe die rote Einheit der Arbeiterklasse!

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