„Leiwand is des daun ned… des Skifoahn!“

Was schon seit Jahren in Planung ist, soll nun ernst werden – doch nicht ohne Widerstand aus der Region. Die Skigebiete Hinterstoder und Wurzeralm sollen verbunden werden – über das Naturschutzgebiet Warscheneck. Geplant sind eine Skischaukel als Verbindung der zwei Skigebiete, neue Skipisten, drei Seilbahnen und 1.150 neue Parkplätze. Auf Grund der, wie es heißt, schlechten wirtschaftlichen Lage, soll der Massentourismus, vor allem aber der Ganzjahrestourismus dadurch gefördert werden. Verhindert werden soll damit, den Bürgermeistern in den Regionen zu Folge, ein erhöhtes Abwandern aus der Region um so Arbeitsplätze zu sichern.

Doch für die Bevölkerung ist dieses Vorhaben, was mit 2023 gestartet werden soll, eine Katastrophe. Für die Errichtung der neuen Skipisten müssten 40 Hektar Wald gerodet werden, um einerseits Platz für die Pisten und Lifte zu schaffen, sowie Platz für die Skischaukel als Verbindung zwischen den beiden Regionen. Dazu kommt, dass der betroffene Wald Teil des Naturschutzgebietes Warscheneck ist!

Besonders die Landwirte in der nahen Umgebung fürchten in der geplanten Bauzone eine Wassergefährdung wegen der Bauarbeiten. Nicht nur, dass eine Zerstörung des Naturschutzgebietes droht, es würde auch nötig sein die geplanten neuen Pisten permanent künstlich zu beschneien, was einen enorme Belastung für die Natur darstellt. Auf Grund der Klimaerwärmung weisen Gebiete in Höhe von bis zu 1.000 Metern kaum mehr ausreichend natürliche Beschneiuung auf. Bedenkt man dazu, dass 70% der österreichischen Skipisten auf Grund der Klimaerwärmung künstlich beschneit werden müssen, liegt es wohl auf der Hand, dass das neue Skigebiet nur künstlich beschneit werden kann und es dazu weitere Speicherseen benötigt.

Zurecht gründete sich deswegen die Initiative „Lebenswertes Vorderstoder“ und protestierte Ende Oktober, um auf die bevorstehende Umweltbelastung aufmerksam zu machen. Mit einem künstlich erzeugtem Stau als Protest zeigten die Teilnehmer, was auf die Region mit dem geplanten Vorhaben zukommen wird. Zahlreiche Autos und Personen nahmen an dieser Proteststrecke teilt, und brachten ihren Zorn zum Ausdruck.

Auch die Petition gegen die Errichtung des neuen Skigebietes zeigt mit den mehr als 20.000 Unterschriften, dass die Region sich ganz klar gegen das Vorhaben der Tourismuskonzerne stellt!

Unterstützt den gerechtfertigten Protest der Initiative für den Erhalt des Naturschutzgebietes Warscheneck!

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