Gelungene Aktion gegen den Abbau des UKH Lorenz Böhler!

Wir wollen einen Bericht zu einer sehr gelungenen Aktion von Kollegen der Internationalen Arbeiterhilfe dokumentieren:

Am Freitag fand eine gelungene Kundgebung von der Initiative gegen den Abbau des Lorenz Böhler Spitals in Wien-Brigittenau statt, unterstützt von der internationalen Arbeiterhilfe.

Viele Patienten, Bewohner von Brigittenau und Beschäftigte aus dem Lorenz Böhler beteiligten sich an der Aktion, taten ihren Zorn kund und halfen mit, die Kampagne weiter zu bewerben.

Das Lorenz Böhler soll abgebaut werden. Gerade zu Zeiten von Corona, hat man besonders klar gesehen hat, wie wichtig die öffentliche Versorgung für das Volk ist. Für die Beschäftigten heißt das „Flexibilisierung“ und Einsparungen, als „Dank“ dafür dass man sich jeden Tag abkämpft für die Gesundheitsversorgung. Es ist klar: Es braucht Widerstand.

Danke für euer Engagement“, lobte ein Pfleger die Aktion, und „Wir wollen uns beteiligen! Hoffentlich bringt es was.“ hörte man von vielen Seiten.

Ein positives Beispiel ist hier der Protest gegen die Schließung des Werkes von MAN in Steyr. Eine Petition gegen die Schließung und den Abbau der Arbeitsplätze wurde am Freitag beworben, und zahlreich unterschrieben.

Es war eine sehr gelungene Aktion. Wie ein Aktivist sagte: Die Initiative im Volk ist großartig! Das muss weiter gehen, deshalb werden wir mit unseren Aktionen auch nicht aufhören. Denn es ist klar:

Das UKH Lorenz Böhler muss bleiben!

Gegen den Abbau und die “Flexibilisierung”, für eine massive Aufstockung der Kollegen!

Wir wollen auch die Rede die bei der Aktion gehalten wurde dokumentierten:

Liebe Patienten und Bewohner von Brigittenau, Liebe Kollegen aus dem Lorenz Böhler

Wir sind eine Initiative von Wiener Arbeitern, Brigittenauern und Beschäftigten im Gesundheitsbereich. Unterstützt von der internationalen Arbeiterhilfe kämpfen wir dafür, dass das Lorenz Böhler bleiben muss.

Denn das Lorenz Böhler Unfallkrankenhaus wird eingespart. Seit Oktober gibt es zum Beispiel keine Möglichkeit zur Behandlung von Schwerverletzten. Vom Lorenz Böhler soll in Kürze nichts bleiben als das “größte Ambulanzzentrum Wiens”. Dort kann man dann nur noch kleine Verletzungen behandeln. Obwohl der Betrieb teilweise übersiedelt, wird offen eingespart. Es sei der „Bedarf an Schwerverletzten nicht gegeben“ – Das ist ein Blödsinn

¼ aller Unfallpatienten in Wien werden im Lorenz Böhler behandelt. Dazu kommen viele aus Niederösterreich. Es ist wichtig dass es diese Kapatitäten für Notfälle gibt, auch wenn sie über den Tagesbedarf hinaus gehen.

Gerade in der heutigen Zeit, wo das ganze Land im mittlerweile dritten Lockdown gehalten wird, angeblich für den Schutz der Kapazitäten im Gesundheitsbereich, ist es vollkommen pervers, gleichzeitig weiter bei der Gesundheitsversorgung zu kürzen.

Zusammenlegung heißt oft nicht bessere Versorgung, sondern mehr „Fließbandbetrieb“, dass pro Patient noch weniger Personal vorhanden ist – das haben wir beim Krankenhaus Nord gesehen. Diese Einsparung ist ein weiterer Angriff, speziell auf die Arbeiter, wie der 12-Stunden-Tag und die Abschaffung der Hacklerregelung.

Wir sagen, das ist eine Frechheit – diese Versorgung muss bleiben.

Die Beschäftigten im Lorenz Böhler sind massiv überarbeitet. Mit planbaren Operationen kommt man nicht mehr nach, wegen dem Personalmangel. Das Personal wird trotzdem nicht aufgestockt. Stattdessen sollen diese Probleme mit noch weiterer „Flexibilisierung“ „gelöst“ werden, wie dem Pendeln nach Meidling. Das ist keine „Lösung“ im Sinne der Beschäftigten oder der Patienten, sondern eine Zumutung. Einige der Kollegen pendeln ohnehin schon vom Burgenland hinein, und müssen jetzt noch locker 45 Minuten dazurechnen. Sieht so der Dank dafür aus, sich täglich für die Gesundheit des Volkes abzukämpfen?

Wir haben bei der “Umstrukturierung” der AUVA sehr gut gesehen, wer profitiert hat. Die Beiträge für die sogenannte “Arbeitgeberseite” sind weniger geworden. Darum geht es hier: Weitere Kürzungen bei der Volksgesundheit und Geschenke an die Kapitalisten. Das kann es nicht sein!

Wir wissen, dass wir bei der Schließung des Lorenz Böhler gegen einen mächtigen Willen kämpfen.

Trotzdem ist klar, wenn das Volk vereint kämpft, ist der Abbau abgesagt. Nix ist fix wenn wir uns wehren!

Schlimm ist, wenn es keinen Widerstand gibt. Wenn die SPÖ vor der Wahl Aktionen macht, und danach nicht mehr.

Widerstand ist gerechtfertigt und notwendig! Das wissen die Patienten und der größte Teil des Volkes in Wien. Das wissen die Bewohner von Brigittenau, und zurecht beteiligten sich schon viele an Aktionen.

Und die Beschäftigten im Lorenz Böhler wissen das, wie sie bei vielen Kampfmaßnahmen gezeigt haben.

Es kommt darauf an, in unsere Kraft zu vertrauen, und unabhängig die Forderungen zu stellen, von denen wir wissen, dass es sie braucht.

Schließen wir uns fest zusammen und bleiben wir in Kontakt. Wir bleiben aktiv und werden weiter Aktionen machen, also beteiligt euch weiter so großartig daran. Wir wissen, dass es notwendig ist.

Gegen den Abbau und die “Flexibilisierung”, für eine massive Aufstockung der Kollegen!

Das UKH Lorenz Böhler muss bleiben!

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s