Diwali-Geschenke zur „Besinnung“ kämpfender Frauen

Indien: Mit den „Diwali-Geschenke“ wird vom indischen Staat derzeit eine schmutzige Kampagne gegen Frauen geführt – gegen jene Frauen die sich gegen Gewalt und Unterdrückung organisieren und kämpfen!

In Indien, in dem die weltweit politisch am weitest entwickeltste Revolution stattfindet, welche Millionen Menschen bewegt, wird nun versucht mit äußert schmutzigen, patriarchalen Methoden die weiblichen Kämpferinnen, die Revolutionärinnen vom Kampf abzuhalten.

Im Distrikt Chhattisgarh, hat sich nun eine sogenannte „Friedensinitiative“ namens „The New Peace Process“ gegründet, welche Damenhygieneartikel sammelt, um sie den weiblichen Kadern der CPI (maoist) zu schenken. An sich, möge man nichts Böses vermuten. Das erklärte Ziel dieser „Hilfsaktion“ ist es jedoch, die Revolutionärinnen zu „besinnen“, sie davon abhalten sich zu wehren und zu kämpfen.

Der Anteil der Frauen in der Kommunistischen Partei Indiens (maoistisch), welche die Revolution in Indien anführt, liegt bei 40 bis 50 %, die deswegen nach Ansicht der Friedensinitiative „das denkende Subjekt“ der Partei darstellen. Speziell aus diesem Grund knüpfen sie an die herrschenden Unterschiede in der Kultur an und wollen die Hygieneartikel an die Kommunistinnen und Revolutionärinnen verschenken. Nicht als Beitrag aus dem Volk zur Unterstützung des Volkskrieges, nein, sondern um sie zu besinnen auf einen „friedlichen Weg zurückzukehren“, denn das entspreche der weiblichen Natur.

Es könnte sich als wirksamer Schritt erweisen, das Vertrauen der Rebellenfrauen zu gewinnen, indem sie als Schwestern behandelt und während des festlichen Anlasses für sie gesorgt werden, indem ihnen solche bedeutungsvollen Geschenke angeboten werden. Und könnte ein Anfang sein, um Diskussionen über den Frieden mit den Frauen in der Region zu untersuchen. Sobald die Verhandlung beginnt, können die vorherrschenden Unterschiede behoben werden. Die maoistischen Frauen sind tatsächlich die denkenden Subjekte in ihrer Organisation. Wir müssen ihnen klar machen, dass Gewalt keine Zukunft hat „, sagte ein Vertreter von der Friedensinitiative, und knüpft sogleich an die bürgerliche Idee des „sanften Gemüts“ des weiblichen Geschlechts an. Denn damit könnten sie „friedfertiger“ werden und ihre männlichen Genossen davon überzeugen, dass „Gewalt keine Lösung“ sei. Die Polizei in dieser Region unterstützt das Vorhaben, wird aber, laut Angaben, nicht offiziell an den Aktionen teilnehmen.

Ein wirklich schmutziger Versuch einer „Friedensinitiative“, über die falschen Ideen der „minderbemittelten, sanften und friedfertigen“ weibliche Natur, die Frauenmassen davon abzuhalten zu kämpfen. Insbesondere in einem Land wie Indien, welches bekannt ist für enorm hohe Zahl an Frauen und Mädchenmorde, Vergewaltigungen und Misshandlungen! Kein Wunder, dass sich so viele Frauen der Revolution anschließen, sehen sie doch, wie falsch es ist Gewalt gegen Frauen mit „Sanftmut“ und „Friedfertigkeit“ zu lösen. Sehen sie doch, wie notwendig es ist für ihre Forderungen und für eine neue Gesellschaft zu kämpfen!

Nieder mit Patriarchat und Imperialismus!

Vorn mit der Revolution in Indien!

Sarah

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