„Das Virus ist nicht neutral“ – Veranstaltung des Roten Frauenkomitee und Mor-Kizil-Kolektif

KORRESPONDENZ

Das Virus ist nicht neutral“ – Veranstaltung des Roten Frauenkomitee und Mor-Kizil-Kolektif

Vergangenes Wochenende veranstalteten das Rote Frauenkomitee und das Mor-Kizil-Kolektif (Lila-Rot-Kollektiv) in Linz gemeinsam einen Vortrag zum Thema: „Covid-19-Pandemie und die Folgen und Auswirkungen für die Frauen“.

Die Veranstaltung, welche von der Antifaschistischen Aktion-Infoblatt und Partizan unterstützt wurde, wurde mit etwa 40 Personen sehr gut besucht. Der Kern des Vortrages war, dass das Corona-Virus keine klassenneutralen Auswirkungen hat, also nicht alle gleich trifft, wie es besonders von den Herrschenden immer wieder stark betont wurden. Bei der regen Anteilnahme durch die Besucher konnte klar festgehalten werden, dass es besonders Frauen und die untersten Teile des Volkes sind, die die Krisenlasten besonders hart treffen. Eine der Referentinnen, eine Medizinerin, betonte besonders, dieses Virus nicht rein als biologische Krankheit zu betrachten, sondern jegliche Krankheiten im Verhältnis zu den herrschenden Bedingungen zu sehen. Dies bewiesen auch die verschiedenen Beiträge von den Veranstaltungsteilnehmern.

Viele von ihnen, besonders die Frauen, berichteten von der schweren Last, die sie nun zu tragen haben. Ob es nun die ansteigende Gewalt gegen die Frauen, die schwere Belastung durch Home-Office, E-Learning und Kinderbetreuung ist, Einheit herrschte darüber, dass sich die Ausbeutung und Unterdrückung der Frauen mit der Krise des Kapitals und mit den Maßnahmen gegen die Pandemie weiter vertieft hat. Familien berichteten von ihren Erfahrungen mit Betriebsschließungen und Schulschließungen, eine Schülerin berichtete von den schwierigen Bedingungen des E-Learnings mit nur einem Computer in einer 4-köpfigen Familie, ein Arbeiter erzählte beispielsweise von den verschärften Repressionen und seiner Kündigung, wo die Pandemie als Vorwand benutzt wurde.

Eine Vertreterin des Roten Frauenkomitee Linz berichtete von den Erfahrungen und Erfolgen der letzten Monate durch die Zusammenarbeit des Roten Frauenkomitees und des Mor-Kizil-Kolektifs – vor allem die Erfolge durch die gestärkte und gemeinsame Solidaritätsarbeit im Wohnviertel und einer gemeinsam organisierten Kundgebung zum Schulstart. Besonders hervorgehoben wurde aber die wichtige Bedeutung der politischen Organisierung von Frauen, auch im Bezug auf die Zuspitzung der Arbeitskämpfe.

Beide Frauenorganisationen riefen dazu auf, verstärkt an den derzeitigen Kämpfen teilzunehmen und schlossen die Veranstaltung mit „Hoch die Internationale Solidarität!“ und „Frauen: Wehrt euch und kämpft!“

Es war eine sehr gelungene Veranstaltung, mit guter und aktiver Beteiligung der Teilnehmer und ein wichtiger Schritt für den festen Zusammenschluss!

Viktoria

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