Österreich: Veranstaltungen in Gedenken an Nubar und Rosa

Zwischen 6. und 9. September gab es einen Angriff der Herrschenden der Türkei auf Einheiten der Guerilla, in einem umkämpften Gebiet in den Bergen, in in Dersim-Ovacık . Dabei wurden Nubar und Rosa, zwei Mitglieder der Arbeiter- und Bauernguerillaarmee (TIKKO) in einem Gefecht mit dem Militär, im Auftrag des faschistischen Türkischen Staates ermordet. Im Gedenken an die beiden wurden in vielen verschiedenen Städten in Europa Veranstaltungen abgehalten, so auch in Wien, Linz, Wörgl, Ternitz und Innsbruck.

Eine Vertreterin des Roten Frauenkomitee berichtete von einer Gedenkveranstaltung: „Es war eine sehr gelungene Veranstaltung, sicher einerseits traurig und erschütternd, doch zugleich voller Kraft und Zuversicht. Die Genossen Nubar und Rosa gaben ihr Leben für die Revolution, mit ihren Kampf hinterlassen sie unauslöschliche Spuren.“

Erol Volkan Ildem, der unter seinen Genossen als Nubar bekannt war, war ein langjähriges Mitglied, zuerst der Jugendorganisation und später der Kommunistischen Partei der Türkei / Marxistisch-Leninistisch. Mit 19 Jahren wurde er das erste Mal durch die faschistischen Machthaber der Türkei eingesperrt. Anstatt zu resignieren, stärkten Folter und Schikanen seine Entschlossenheit, für die gerechte Sache der Unterdrückten und Ausgebeuteten zu kämpfen. 2009 wurde Nubar schließlich ein Mitglied des Zentralkomitees der TKP/ML. Er war ein sehr wichtiges Mitglied, so wird berichtet, die militärischen Fragen in den Guerillagebieten betreffend, doch genauso im Kampf gegen die Angriffe auf die Weltanschauung der Kommunisten – gegen jene Angriffe, welche versuchten die TKP/ML zu korrumpieren um sie in eine angepasste Partei des Kapitals zu verwandeln. Wie uns berichtet wurde, wurde außerdem in einer Stellungnahme besonders die herzliche und fröhliche Art von Nubar hervorgehoben. „Es wurden Videos gezeigt, wo man ihn scherzen und lachen sieht und berichtet, dass er eine Art hatte, mit der alle nicht nur aufheitern, sondern auch Mut geben konnte.“ Erol Volkan Ildem wurde im Alter von 38 Jahren viel zu früh durch die Henker der Imperialisten ermordet, doch sein Leben und Wirken ist unauslöschlich.

Fadime Çakıl, war als Genossin Rosa bekannt. Auch sie stand bereits seit jungen Jahren in den Reihen der Revolutionäre. Schon seit 2013, im Alter von 17 Jahren wird sie durch die türkischen Behörden gesucht und gejagt. Neben guten militärischen Fähigkeiten, zeichnete sie auch ihre kulturelle Arbeit innerhalb der Guerilla aus. 2018 wurde ihr Bruder durch die Henker des türkischen Staates ermordet. Das stärkte nur die Entschlossenheit von Rosa und schärfte ihr Bewusstsein gegenüber den Klassenfeinden. Von ihren Kampfgefährten wird Rosa als eine Genossin beschrieben, die stets bemüht war ihr Bestes zu geben, Kritiken ernst nahm und aus Fehlern lernte. In einer Grußbotschaft des Roten Frauenkomitees wurde das zum Ausdruck gebracht: „Sie war immer bestrebt alles zu geben – alles zu geben, wie sie selber sagte, um eine parteiwürdige Kämpferin zu werden. Das war sie! Zurecht wurde sie schon seit 2013 vom Feind gesucht, denn sie verschrieb ihr Leben der Revolution!“

Die türkischen Faschisten, die mordenden Handlanger der Imperialisten, verkündeten Siegesmeldungen, als sie die zwei Kämpfer ermordeten. Doch wie es auch in der Grußbotschaft des Roten Frauenkomitees gut hervorgehoben wurde: „Die Reaktion, die Imperialisten und ihre faschistischen Handlanger in der Türkei – sie glauben heute einen Sieg zu feiern, weil ihnen ein Schlag gegen die entschlossenen Kämpfer der TKP/ML gelungen ist. Genosse Nubar wurde lange zeit durch die Reaktion gesucht und gejagt, ebenso Genossin Rosa. Sie wurden gesucht und gejagt, weil sie großartige Beispiele und Vorbilder für die Revolutionären weltweit sind, weil sie Führer ihre Klasse sind! Die Reaktion aber liegt falsch damit, dass sie einen Sieg errungen hat! Wer Siege errungen hat, waren Genosse Nubar und Genossin Rosa!“ und weiter „Die angeblichen Siege der Reaktion sind nichts von Dauer – die großen Siege aber des Volkskrieges in der Türkei/Kurdistan, bringen Kommunisten wie Nubar und Rosa hervor.“

Zurecht wurden im Gedenken an Erol Volkan Ildem und Fadime Çakıl Aktionen durchgeführt und Veranstaltungen abgehalten! Nicht nur dass ihr Leben und Wirken ein wichtiges Beispiel für zahlreiche Revolutionäre weltweit sind, leben sie unauslöschlich im Kampf gegen Unterdrückung und Ausbeutung weiter!

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