Kündigungen bei den Casinos Austria – Kampf um jeden Arbeitsplatz

350 Vollzeistellen sind es, welche die Casinos Austria vernichten wollen. Das sind gute 20 Prozent der 1700 Mitarbeiter, die in Österreich in den Standorten in Graz, Linz, Bregenz, Salzburg, Innsbruck, Baden, Kitzbühel, Kleinwalsertal, Seefeld, Velden, Zell am See und in der Zentrale in Wien arbeiten. Noch gibt es keinen Überblick, wie viele Mitarbeiter pro Standort gehen müssen.

Doch das ist nicht der einzige Angriff auf die Beschäftigten. Das Sparpaket mit dem Namen ReFIT, „die größte Neuorganisation in der Geschichte des Unternehmens“, für das der Konzern eine halbe Million Euro zahlte, soll über 45 Millionen einsparen.

Wo? Natürlich beim Personal! Die Mitarbeiterkosten sollen um ¼ gesenkt werden. Deshalb die Kündigungen, deshalb die bereits beschlossenen Kürzungen der Betriebspensionen um 30 Prozent, denn „ein Großteil der Einsparungen soll über einvernehmliche Lösungen, Pensionierungen oder Teilzeitmodelle erreicht werden.“ Allein die Teilzeit, die bei 50% Arbeitszeit 60% vom Gehalt vorsieht bedeutet einen Lohn, der zum Leben nicht mehr reicht, und wird die Arbeitsbedingungen in der ganzen Branche auf Dauer verschlechtern.

Damit zeigt sich einmal mehr, dass Massenentlassungen und Angriffe auf die Arbeiter und Angestellten im Betrieb nur zwei Seiten der selben Medaille sind, dass es darum geht, sich auf Kosten der Beschäftigten zu sanieren, oder (wie im Fall der Casinos Austria, die bisher in Wahrheit wenig Verlust zu verzeichnen hatten), einen Wettbewerbsvorteil zu verschaffen.

Dazu kommt, dass die Casinos Austria wie jeder weiß nichts als Gift für das Volk produziert, und täglich neue Existenzen durch Spielsucht und Bankrott zerstört, für die Bereicherung einiger Weniger. Die jetzige Chefin der Untergruppe CASAG, Bettina Glatz-Kremsner, schenkt sich zum Beispiel gleichzeitig eine Abfertigung von 1,6 Mio €, ihr Vorgänger Dietmar Hoscher stolze 4 Mio.

Es mag ein ehrliches Bestreben sein, das den Betriebsrat dazu treibt „rund um die Uhr zu verhandeln“. Ohne jedoch Kampfmaßnahmen der Beschäftigten zu organisieren ist das in der Tat nichts als Illusionsmacherei. Für ihre Anliegen werden sich die Beschäftigten wehren und kämpfen müssen, wofür ihnen die Unterstützung der Mehrheit der Bevölkerung sicher ist.

Kampf um jeden Arbeitsplatz!

Keine Massenentlassung bei den Casinos Austria!

Hannes L.

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