Gelungene Kundgebung: Hoch die Solidarität!

LINZ: Am Donnerstag, 10. September, wurde durch das Rote Frauenkomitee Linz und das Mor-Kızıl Kolektif (Lila-Rotes Frauenkollektiv) eine kraftvolle Kundgebung im Viertel organisiert. Unter der Losung: „Wir zahlen nicht für eure Krise!“, wurden Redebeiträge gehalten, ein Theater aufgeführt und es gab einen Tisch der Volkssolidarität.

Schon seit Beginn der Pandemie wurden (wie wir berichteten) regelmäßig Aktionen im Viertel gemacht, wo Material wie Spiel- und Schulsachen gesammelt und verteilt wurden, an jene die es brauchen. Da viele Familien hart durch die Krise getroffen wurden und unter Existenznöten leiden. Diese wichtige Arbeit unter den Familien im Viertel war ein Ausdruck der Solidarität und des Zusammenschlusses gegen die Angriffe der Herrschenden, was nun auch in einer gelungenen und kraftvollen Kundgebung ausgedrückt wurde.

Die Kundgebung fand ein paar Tage vor Schulbeginn statt, welcher nicht nur Erleichterung im Bezug auf die Kinderbetreuung bringt, sondern auch enorme Kosten. Daher wurden speziell Schulmaterialien gesammelt und verteilt. Viele Familien holten sich Material und waren sehr dankbar für dieses Aktion. Auch brachten viele während der Aktion noch weitere Sache zum Verteilen, weil sie die Aktion gerne unterstützen. Die Kundgebung bekam im Viertel großen Zuspruch, die Flugblätter wurden gerne genommen, einige blieben stehen um sich auszutauschen. „Einige Kinder mit ihren Eltern, die wir aus dem Park schon kennen, warteten bereits auf uns, als wir hin kamen um die Tische aufzubauen.“, berichtete eine Aktivistin.

Durch die Aktion des Mor-Kızıl Kolektif und des Roten Frauenkomitees Linz wurden aber besonders auch Frauen zur Kundgebung mobilisiert. Sie zeigten deutlich, dass Volkssolidarität mehr ist, als „Caritas“ und wollten vor allem wissen, welche Positionen vertreten werden, was die organisierten Frauen zu sagen haben und sich beteiligen.

Redebeiträge wurden gehalten, welche einerseits die Lage der Frauen hervorhoben, aber auch Arbeitslosigkeit, Kurzarbeit, sowie der internationale Kampf der Massen gegen die derzeitigen Angriffe des Kapitals waren wichtige Themen. Reden wurden durch das Mor-Kızıl Kolektif auch auf türkisch gehalten, Antifaschisten beteiligten sich mit einem Beitrag, sowie ein Vertreter der Solidarwerkstatt. Die Reden, zeigten, dass die Abwälzung der Krisenlasten massiv sind, doch auch, dass durch den festen Zusammenschluss die Massen voranschreiten, sich wehren und kämpfen können!

In einem Straßentheater wurde noch einmal hervorgehoben, was die Interessen und Bedürfnisse der Arbeiterklasse und des Volkes sind. Eine Frau meinte „ich bin auch in Kurzarbeit!“ und verfolgte das Theater mit Begeisterung. Das kurze Theater brachte auf den Punkt, dass gegen die Abwälzung der Krise nur der feste Zusammenschluss die Interessen und Bedürfnisse der Arbeiterinnen und Arbeiter, sowie der Mehrheit der Bevölkerung verteidigen kann. Das Theater endete mit dem kraftvollen Ausruf der Losung: Schaffen wir uns eine Organisation der kämpferischen Frauen des Volkes!

Eine Aktivistin des Roten Frauenkomitees hob die Wichtigkeit dieser Aktion hervor: „Diese Kundgebung war einerseits ein Höhepunkt und Erfolg der Aktivitäten der Volkssolidarität der vergangenen Monate, aber gleichzeitig auch erst der Beginn, diese wichtige und richtige Arbeit im Viertel weiter zu vertiefen und zu festigen. Um die Angriffe des Kapitals zurückschlagen zu können, um uns zu wehren und zu kämpfen!“

Wehrt euch und kämpft! Die Kapitalisten sollen für die Krise zahlen!

Folgendes Gedicht wurde einleitend zum Theater vorgetragen:

Die Regierung sagt es trifft alle gleich,

wobei für viele der Lohn nicht zum Leben reicht.

Zum Schutz der Gesundheit sperren sie uns ein,

lassen Kranke und Alte nun völlig allein.

Die einen profitieren die anderen zahlen, Nein, das lassen wir uns nicht gefallen!

Die Krise, die unser Leben schlechter macht, Wut und Zorn in uns allen entfacht,

ist die Krise des Kapitals – vergesst das bitte niemals!

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