„Lock Down“ zu Lasten zahlreicher Patienten!

Nein, heißt es, das Gesundheitssystem sei während der „Corona Krise“ nicht zusammengebrochen. Kein Covid-19 Patient habe weggeschickt werden müssen. Schön und gut, doch die Auswirkungen auf die Gesundheitsversorgung für den Rest der Patienten soll damit „geschönt“ werden!

Eingeräumt wird nun von Seiten der Herrschenden, was unter der Bevölkerung schon längst klar ist: Die Corona Maßnahmen, der „Lock Down“ haben unangenehme Nebenwirkungen, die ebenso tödlich enden können bzw. endeten. Wie wir bereits berichteten, kam es zu massiven Nachlässigkeiten in der Betreuung und Untersuchung von Schwangeren. Ebenso wurde der „AfA“ durch medizinisches Personal berichtet, dass es Todesfälle gab, aufgrund von Verdachtsmomenten einer Coronainfektion und der dann ausbleibenden üblichen Behandlung. So wurde uns konkret von einem Herzinfarkt-Toten in Wien berichtet, der mit ausreichender medizinischer Behandlung nicht sterben hätte müssen. Experten warnen zudem schon seit Beginn der Maßnahmen davor, dass es zu zahlreichen Folgeerkrankungen und negativen Auswirkungen durch die verschobenen Behandlungen und Operationen kommen wird.

Nun liegt ein Teil der Zahlen offen. Wie die OÖ Nachrichten am 19. August berichteten, wurden 2.000 Operationen Corona-bedingt verschoben. So sagen es zumindest die Zahlen der ÖGKK. 1.000 davon seien Operationen am Auge gewesen, 280 chirurgische und orthopädische Eingriffe, 150 HNO Eingriffe und 150 gynäkologische Operationen. Viele der Eingriffe, welche durch den Lockdown aufgeschoben wurden, konnten durch leichte Lockerungen bereits danach nachgeholt werden.

Von Seiten des Gesundheitsministeriums heißt es, dass es noch bis Ende des Jahres Untersuchungen geben werde, welche Auswirkungen es gäbe. Patientenanwaltschaften sprechen hingegen schon längst davon, dass der „Lock Down“ und die Maßnahmen zu Lasten zahlreicher Patienten gegangen sind. Große Unsicherheiten und aufgeschobene Untersuchen seien dabei genau so gefährlich wie verschobene Eingriffe. Wie durch die GÖG (Gesundheit Österreich GmbH) festgestellt, kam es beispielsweise bei Brustkrebsoperationen zu einem massiven Rückgang. Dies sei aber auf fehlende Diagnosen zurückzuführen, was nahe legt, dass es in Folge zu vermehrten Diagnosen in weitaus gefährlicherem und fortgeschrittenerem Stadium kommen wird.

Neben zahlreichen anderen Medizinern kritisierte der Wiener Arzt Christian Fiala die Politik der Regierung als Panikmache und nicht auf den wissenschaftlichen Fakten basierend. Schon Ende April sagte er in einem Interview: „Ich bin als Arzt empört, dass unser Gesundheitsminister und Kanzler so fundamental falsche medizinische Aussagen machen und fundamental falsche medizinische Entscheidungen treffen. Und dann stellt sich der Kanzler auch noch hin und sagt, alle die eine andere Meinung haben sind „dumm“. Ich habe schon viel Arroganz erlebt unter Politikern, aber dass sich da jemand mit abgebrochenen Jus-Studium hinstellt und sagt, alle Ärzte sind dumm, die zu anderen Schlussfolgerungen kommen – das ist schon beeindruckend. Und wir als Gesundheitspersonal müssen die Folgen austragen.“ Weiter bringt er auf dem Punkt: „Gesundheitseinrichtungen, Unterstützungsangebote, ganze Spitäler wurden gesperrt und die Menschen, die auf deren Leistungen angewiesen sind, im Stich gelassen. Die Maßnahmen sind allgemeingefährdend, sie gefährden die Gesundheit und das Leben von sehr vielen Menschen in diesem Land.“ 1

Der viel beschworene „Schutz der Bevölkerung“ und „Schutz unsere Gesundheit“, zeigt sich auch hier wieder deutlich, ist nicht mehr Wert als heiße Luft. Schon die letzten Jahre zeigten woher der Wind weht, mit zahlreichen „Reformen“, die den Sparstift und Kürzungsprogramme an unserer Gesundheitsversorgung bedeuteten. Das wurde nun mit der Corona Pandemie einmal mehr deutlich, wo Maßnahmen angeblich zum Schutz der Bevölkerung ganz offen die Gesundheit und das Leben großer Teile der Bevölkerung aufs Spiel setzten! Einsparungen und Kürzungen in der Vergangenheit im Gesundheitswesen dienten ebenso Kapitalinteressen, so wie es auch die Verschiebungen von Untersuchungen und Operationen während dem „Lock Down“ getan haben.

Daher: Für ein Gesundheitssystem im Interesse der Volksmassen! Gegen die Abwälzung der Krisenlasten auf Arbeiterklasse und Volksmassen!

Die Kapitalisten sollen für die Krise zahlen!

Marko

1 Zackzack.at/2020/04/23/corona-maßnahmen-gefaehrden-menschenleben-arzt-fiala-im-interview/

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