MAN Steyr: Massenkündigungen drohen – 2.300 Arbeitsplätze gefährdet!

Immer mehr häufen sich weltweit die Meldungen über Massenkündigungen, allen voran in der Autoindustrie. In der jüngsten Zeit wurden allein in dieser Branche über 600.000 Arbeitsplätze gestrichen (AFA-Infoblatt 10.2019, angeführte Zahlen addiert ) und das noch vor der sogenannten „Corona-Krise“.

In der oberösterreichischen Industriestadt Steyr gibt es zwei Standorte von international wichtigen Autokonzernen – BMW und MAN.

Wie wir vor Kurzem berichteten, soll nun bei BMW eine ganze Schicht, das trifft 1.500 Arbeitsplätze, gestrichen werden. Nun wurden Meldungen bekannt, dass ein weiteres Werk in Steyr – MAN Truck und Bus – betroffen ist. 2019 berichtete das Handelsblatt bereits, dass MAN den Sparstift ansetzen will. Nun sollen 6.000 Stellen von 126.000 weltweit gestrichen werden. MAN ist eine von zwei LKW-Marken des VW Nutzfahrzeugkonzerns Traton. In den Medien (Handelsblatt, OÖNachrichten, Kronenzeitung, Industriemagazin) wurde der Sparstift mit dem „aufgeblähten Verwaltungsapparat“ gerechtfertigt.

Das würde alleine schon 750 ArbeiterInnen im administrativen Bereich, abseits der Produktion, treffen. „Dass wir vielleicht ein bisserl zu viel Speck um den Gürtel haben, wissen wohl alle. Daher sind Anpassungen zu machen, die in Steyr aber nicht so groß ausfallen werden“, und weiter: „Wir müssen in Bereichen ansetzen, für die der Kunde nicht zahlt“, so der Betriebsratschef Erich Schwarz. Zusätzlich wird auch verneint, dass bis Ende Oktober die Auftragslage gut aussieht. Dass das wohl reine Hinhaltetaktik ist, vor allem für die in der Produktion tätigen Arbeiterinnen und Arbeiter, ist offensichtlich. Gleichzeitig klopft sich die Belegschaftsvertretung auf die Schultern, wenn sie an den Standortsicherungsvertrag, welcher bis 2030 andauert, erinnert, der erst letzten Herbst abgeschlossen wurde. Doch dieser Standortsicherungsvertrag sichert keinen Arbeitsplatz und beinhaltet auch keinen Schutz vor Kündigungen!

Bis jetzt ist immer noch nicht klar, wie viele Stellen in Steyr wirklich gestrichen werden sollen. Dennoch ist in diversen Wirtschaftsblättern zu lesen, dass eine Konzentration auf das Werk in Deutschland und sogenannte „Billiglohnländer“ wie Polen bevorsteht. Speziell hier wird klar, dass dies nicht mit der sogenannten „Corona-Krise“ zusammenhängt. Es zeigt sich die drastische Zuspitzung der Krise der Kapitalisten. Diese Krise soll nun auf Kosten der ArbeiterInnen ausgetragen werden!

Ob die Kapitalisten die Massenkündigungen durchsetzen können, hängt in der derzeitigen Situation auch davon ab, wie entschlossen die Belegschaft, kämpferische Gewerkschafter und Arbeiter aus anderen Branchen gegen die Pläne der Konzernführung Widerstand leisten. Die Bespiele der ArbeiterInnen von Greiner und FACC (Greiner, OÖ: Streiks) zeigten, dass sie mit ihrem unabhängigen und selbstständigen Zusammenschluss für ihre Arbeitsplätze kämpften und ihre Forderungen zum Gesundheitsschutz erfolgreich durchbringen konnten.

Arbeiter und Angestellte von MAN und BMW, vertraut auf eure eigene Kraft! Wehrt euch und kämpft gegen die androhenden Massenkündigungen!

Keine Kündigungen bei MAN und BMW!

Kampf um jeden Arbeitsplatz!

Wehrt euch und kämpft für Arbeit, Gesundheit und Lohn!

Die Kapitalisten sollen für die Krise zahlen!

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