„Wien hilft seinen Wirten“?: Bericht eines kleinen Gastronomen

Wir haben einen Leserbrief aus der Gastronomie erhalten, den wir allen Lesern sehr empfehlen können! Und wenn unsere Wiener Leserschaft noch einen Gastrogutschein übrig hat – gebt ihn dort aus wo er wirklich gebraucht wird!

-Bericht eines kleinen Gastronomen-

Diese Woche sind die Gutscheine der Stadt Wien für die Gastro herausgekommen. 25 – 50 € pro Haushalt, da wurde einiges an Geld hineingesteckt, weil Wien, wie man jetzt überall lesen kann „seinen Wirten hilft“.

Wie ich das gespürt hab? Donnerstag war ein besonders schlechter Verkaufstag. Kaum ein Mensch ist in mein Lokal gekommen. Um den Gutschein beim Finanzamt einlösen zu können braucht man nämlich einen Code, und den habe ich noch nicht, deshalb muss ich die Kunden, die mit dem Gutschein zahlen wollen wohl oder übel wegschicken. Der McDonalds ein paar Häuser weiter hat den Code aber schon. Es ist eh klar, die Großen Firmen regeln es sich schon mit dem Finanzamt, die kriegen den Code gleich. Bis wir Kleinen ihn dann haben, haben die Leute das Geld von den Gutscheinen schon ausgegeben.

Die Leute kaufen jetzt eh immer weniger, weil sie immer weniger Geld haben. Da machen 50€ einen großen Unterschied. Während von den Corona-Hilfsgelder bei mir und anderen kleinen Geschäften die ich kenne kaum etwas angekommen ist, wird auch dieses Geld nicht bei uns landen. Obwohl mit der Kampagne „Wien hilft seinen Wirten“ sicher gute Wahlwerbung gemacht wird, erleben wir gerade jetzt mit der Krise, dass bei den Kleinen wenn überhaupt nur die Reste ankommen, und oft weniger als man zum Leben braucht.

Roland K.

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