VERANSTALTUNG: Wer soll für die Krise zahlen?

Wir wollen auf folgende Veranstaltung hinweisen die wir allen unseren Leserinnen sehr empfehlen können. Den Veranstaltungsflyer findet ihr hier als pdf!

Wer soll für die Krise zahlen? Frauen, wehren wir uns und kämpfen!

Als Frauen-Kampfbündnis laden wir zur Podiumsdiskussion „Wer soll für die Krise zahlen“. Frauen aus unterschiedlichen Bereichen werden die Folgen der Krise darlegen und wir wollen gemeinsam diskutieren und Wege aufzeigen, wie wir uns dagegen wehren und kämpfen können.

VERANSTALTUNG
26. Juni 2020 / 19 Uhr / FZ-Bar
Währinger Str. 59/6 – Eingang Prechtlgasse (Türglocke), 1090 Wien

Während zu Beginn der „Corona-Krise“ noch von der Regierung verkündet wurde „Niemand wird zurückgelassen – koste es was es wolle“, zeigt sich nun, dass das nichts weiter als eine dreiste Lüge war. Über 200.000 haben in dieser Zeit ihren Job verloren, über 1 Million wurden zur Kurzarbeit gezwungen. Die Frauen, die zu Beginn der Maßnahmen noch als „Heldinnen“ bezeichnet wurden, bekommen als „Dank“ auch noch weiterhin die Lasten der Krise beinhart zu spüren: Weitere Arbeitszeitflexibilisierung, Abwälzung der Kinderbetreuung und des Lernens für die Schule auf die Schultern der Familien. Während viele Frauen schon vor den Corona-Maßnahmen an den Rand des Existenzminimus gedrängt wurden, haben gerade die Alleinerzieherinnen, Erwerbslosen oder Mindestsicherungs-bezieherinnen nicht einmal einen Anspruch auf die „Hilfs“pakete der Regierung. Und dass, obwohl diese aus Steuergeldern finanziert werden! Auch Gewalt gegen Frauen steigt immer mehr an, doch das scheint derzeit oft nicht einmal der Rede wert zu sein. Es liegt offen auf der Hand, die „Corona-Krise“ dient nun als Vorwand für jede Verschlechterung, für weitere Angriffe auf Arbeitsrechte, für Einsparungen, Sozialabbau und Überwachung.

Schon jetzt wird über neue Steuern für die Massen diskutiert, im Gesundheitswesen soll noch weiter gespart werden. Über notwendige Verbesserungen wie höhere Löhne, kostenlose Kinderbetreuung oder eine Reduzierung der Arbeitszeit wird hingegen weiterhin geschwiegen oder sie werden offen abgelehnt. In Wahrheit zeigt die „Corona-Krise“ in aller Deutlichkeit das vollkommene Versagen des kapitalistischen Systems. Offen wurde, dass Korruption und Panik-Mache eine normale Methode der „Politik“ ist, ebenfalls zeigte sich wie sehr das Patriarchat ein fester Bestandteil der kapitalistischen „Ordnung“ ist. Es muss uns vollkommen klar sein, dass die harten Folgen der Krise erst kommen werden und die Lage noch viel schlimmer wird, wenn wir uns nicht wehren und für unsere wichtigen Anliegen kämpfen!

Für kostenlose und flächendeckende Kinderbetreuungsmöglichkeiten zur Arbeitszeit!

Für eine Unterhaltssicherung für jedes Kind!

Anhebung des Arbeitslosengeldes auf 80%! Verlängerung
des Kündigungsschutzes bei Kurzarbeit auf 3 Monate!

Für die 35-Stunden-Woche bei vollem Lohn- und Personalausgleich!

Gewalt gegen Frauen ist nicht privat,
sondern ein Angriff gegen uns alle!

Stärkt die Solidarität, wehren wir uns und kämpfen wir
gegen Kapital und Patriarchat!

 

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