Palestinian lives matter – Kraftvolles und gelungenes Straßentheater in Wien

AktivistInnen von BDS* führten zusammen mit antifaschistischen AktivistInnen am Samstag ein Straßentheater in Solidarität mit Palästina in einem Wiener Arbeiterbezirk auf.

„Lass das liegen, du brauchst das nicht mehr!“ brüllt eine als israelische Soldatin verkleidete Aktivistin der internationalen Solidaritätskampagne BDS einen Aktivisten an, der gerade sein Kuffya (das Halstuch, welches zum Palästinensischen Nationalsymbol wurde) aufheben will. Er spielt einen Palästinenser, der an einem Checkpoint an der Israelischen Grenze schikaniert wird – eine Szene, die im echten Leben tagtäglich passiert. Die Passanten am Wiener Viktor-Adler-Markt schauen interessiert, viele filmen, die Reaktionen sind überwiegend positiv.

Die nationale Unterdrückung Palästinas durch Israel nimmt zur Zeit immer umfassendere Ausmaße an. Aber auch wenn PalästinenserInnen nicht durch Israelische Scharfschützen und Kampfdrohnen ermordet werden, sind sehr viele auf Arbeit in Israel angewiesen. Dafür müssen sie streng bewachte Grenzposten überqueren. „Der Grund warum es so realistisch ist“, sagte ein Aktivist, „ist dass eine Aktivistin von uns Palästinenserin ist und solche Schikanen selbst schon unzählige Male erlebt hat“ Entgegen einer geschmacklosen Lüge der bürgerlichen Medien handelt es sich nicht um eine „Scheinhinrichtung“, obwohl auch das der Realität entsprechen würde, wo doch oft PalästinenserInnen an den israelischen Checkpoints ermordet werden. Viele der Zuschauer finden es „gut Palästina zu unterstützen“, da sie selber aus Ländern kommen, die vom Imperialismus national unterdrückt werden. Doch auch bei den gebürtigen Österreichern verstehen viele die Notwendigkeit so eines Theaterstücks. Auch die antifaschistischen AktivistInnen, die sich an der Aktion beteiligen, faden das Theaterstück gelungen. Gerade jetzt, wo die Annektion großer Palästinensischer Gebiete durch Israel im Raum steht, ist es notwendiger denn je Bewusstsein und Solidarität für das Recht der Palästinenser auf Selbstbestimmung zu schaffen.

Diese Art von Veranstaltungen werden weiter gehen, und noch wichtiger werden, wenn es zur nächsten israelischen Offensive kommt.

BDS4

Stephan, Wien

*Boycott Devestment Sanctions (BDS)

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