Kundgebung: Kunst und Kultur fordert Unterstützung!

Schon zum dritten Mal in Folge fand am Freitag den 29. Mai eine Kundgebung für Kunst und Kultur statt, an der sich trotz Regen zirka 200 Protestierende versammelten. Zahlreiche Reden von StudentInnen verschiedenster Fächer der Kunst und Kultur, sowie Kulturschaffenden und VertreterInnen von einzelnen Sparten, wie der Interessensgemeinschaft Autorinnen und Autoren wurden in Bezug auf den Verdienstausfall im Zuge der „Corona-Krise“ gehalten. Auch eine Korrespondentin der „Antifaschistischen Aktion – Infoblatt“ beteiligte sich an der Kundgebung und gibt hier einen Bericht über die Anliegen der KünstlerInnen und Kulturschaffenden.

Mehr als 100.000 sind in Österreich im Bereich der Kunst und Kultur tätig. Zahlreiche sind aber sogenannte „freischaffende“ KünstlerInnen, EPUs usw… Ihre Einkommensverluste wurden nicht abgegolten, beim Härtefallfonds fallen vor allem diese Sparten oft durch oder bekommen, wie auch zahlreiche EPUs und Keinunternehmen viel zu wenig um das eigene Leben oder die laufenden Kosten abzudecken. Der Unmut und Zorn darüber wurde auf der Kundgebung ausgedrückt!

Trotz den „neuen“ Versprechungen von Seiten der Regierung und den neuen „Lockerungen“ in Bezug auf Veranstaltungen, einige Tage vor der Kundgebung, lassen sich viele nicht davon täuschen, dass „alles gleich in Ordnung wird“. Eine Kabarettistin sagte klar: „und jetzt kurz vor dem Hungertuch wirft man uns Brotkrumen hin! Aber auch nicht für alle.“ und stellte fest, dass die Nicht-Anwendung des Epidemiegesetzes durch die Bundesregierung kein „Zufall“ war: „Es ist vielleicht möglich, das Epidemiegesetz von einem auf den anderen Tag auszuhebeln, aber eine Veranstaltung professionell auf die Beine zu stellen geht so kurzfristig einfach nicht!“ Es wurde gut festgestellt, dass Versprechungen alleine (vor allem jene die nicht den Verdienstausfall abgleichen) noch nicht sehr viel heißen: „Es ist wichtig das wir jetzt nicht aufgeben und uns von irgendwelche Beruhigungsspritzen stillmachen lassen, sondern dass wir weiterhin fordern was uns zusteht!“

Dass es nicht „nur“ um die jetzige Situation geht, in der viele KünstlerInnen durch die Finger schauen müssen, zeigen auch die Anliegen eines neuen KünstlerInnensozialversicherungsgesetzes, wie auch die Förderung von jungen KünstlerInnen, die es auch in der jetzigen Situation am schwierigsten haben. Auch wird kritisiert, dass Kunst und Kultur vor allem dort gut gefördert wird, wo es um Kapitalinteressen geht, z.B. für den Tourismus.

Die Kundgebung hat gezeigt, dass es wichtig ist sich für die Anliegen und Interessen der Bevölkerung zusammenzuschließen und dass man nicht warten oder hoffen braucht, bis die Herrschenden etwas machen. Die Stummung unter den TeilnehmerInnen zeigte, dass es notwendig ist weiterzumachen und weiter für die Forderungen auf die Straße zu gehen.

Unbürokratische Soforthilfe für alle KünstlerInnen in Österreich rückwirkend ab März für die Dauer der Corona-Krise!

Abgeltung der durch die Corona-Krise entstandenen Einkommensverluste für EPUs, Vereine und freien Initiativen!

Die Kapitalisten sollen für die Krise zahlen!

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