Gelungene Aktion der Roten Frauen im Park

KORRESPONDENZ

Gelungene Aktion der Roten Frauen im Park

Die roten Frauen organisierten im Viertel eine Diskussionsrunde und verteilten mit Unterstützung erneut Schulmaterial und Spielsachen für die Familien, sowie selbst hergestellte Masken.

Im Zentrum der Diskussionen standen Themen wie Handel und die schlechte Lage der Arbeiterinnen, die Gesundheit, und wessen „Gesundheitsschutz“ im Vordergrund steht. Aber auch Themen wie Militarisierung und Überwachung stießen auf großes Interessen und erhitzt die Gemüter.

Eine Frau bestätigte uns, was bereits über den „Härtefallfond“ bekannt war: „Ich habe beruflich damit zu tun und alleine ich kenne zahlreiche Fälle, wo das Geld nicht dort ankommt wo es hin soll. Was hier berichtet wird und was die Realität ist, sind zwei verschiedene Paar Schuhe. Sehr sehr viele Existenzen sind da bedroht! Das wird in den nächsten Wochen und Monaten noch ganz massiv zunehmen, besonders wenn dann die Familien wieder aus ihren Wohnungen geworfen werden dürfen.“ Das ist ein Grund, warum sie es als so wichtig hervor hob, „dass wir, die Frauen des Volkes uns gegenseitig helfen und weiter Aktionen im Viertel organisieren, denn von den Herrschenden können wir uns nichts erwarten.“

Als ein sehr wichtiges Problem der Frauen, der Mütter und besonders der Alleinerzieher, stellte sich einmal mehr die Kinderbetreuung heraus. Frauen des Roten Frauenkomitees Linz berichteten, dass sie bereits vor drei Jahren am 8. März die wichtige Forderung nach kostenloser, flächendeckender Kinderbetreuung zu Arbeitszeiten auf die Straße brachten. „Wie jetzt mit Frauen bzw. mit Familien umgegangen wird, bestätigt voll und ganz, dass wir mit dieser Forderung richtig liegen. Die Maßnahmen und Angriffe der Regierung der letzten Wochen gegen die Arbeiterklasse und Volksmassen, haben die Schwierigkeiten im Bezug auf Kinderbetreuung, nun massiv verstärkt. Abgesehen von Hunderttausenden Familien die mit Existenznöten zu kämpfen haben, stehen zahlreiche Familien vor dem Problem, dass sie keine Kinderbetreuung haben und auch in den Sommerferien nun ohne Resturlaub dastehen!“. Eine junge Mutter berichtete beispielsweise, dass sie für ihre Tochter keinen Kindergarten hatte, obwohl sie berufstätig ist. Sie wurde von ihrem Chef bereits bedroht, hatte Angst gekündigt zu werden und so brachte sie ihre Tochter „illegal“, wie sie sarkastisch meinte, zu ihrer Mutter. Eine andere junger Mutter die kurz vor ihrem schulischen Abschluss steht, hatte auch keinen Anspruch auf Kinderbetreuung, ihr Kindergarten hatte geschlossen. „Pech“ für sie. Für sie war es unmöglich Kind, Haushalt und Lernen unter einen Hut zu bringen.

Auch kritisierten die Frauen sehr stark, dass in den ersten Wochen der Pandemie immer ganz „stolz“ von „unseren Systemerhalterinnen“ gesprochen wurde – unterm Strich aber nichts übrig blieb für unsere „Heldinnen“, außer einer Runde Applaus. Eine Arbeiterin schlug sarkastisch vor: „Klatschen wir doch für die Aua, anstatt der Milliarden – im Handel und Pflege hat es ja auch funktioniert!“ Das sorgte für viel Gelächter und weitere Frauen brachten ihren Zorn über diese „Klatschaktion“ zum Ausdruck.

„Von der angeblichen Zufriedenheit der Bevölkerung mit der Regierung, bekommen wir bei uns im Viertel absolut nichts mit. Das Gegenteil ist der Fall. Die absolute Mehrheit ist unzufrieden. Viele sind von Kündigung oder Kurzarbeit betroffen, haben Probleme mit der Kinderbetreuung oder der Schule und haben genug von Polizeikontrollen und Schikanen. Daher begrüßen die Massen im Park – besonders die Kinder freuten sich – unsere Aktionen der Solidarität und finden es gut, dass wir auch Flugblätter verteilen und aktiv was machen.“, wie eine Aktivistin meinte „unsere Solidarität heißt auch, uns gemeinsam zu wehren, gegen die aktuellen und die kommenden Angriffe der Herrschenden: für Arbeit, Gesundheit und Lohn! Und gemeinsam zu kämpfen: Gegen Ausbeutung und Unterdrückung! Es zeigt sich deutlich, die „Lockerung“ und „Neue Normalität“ bringt für die Arbeiterklasse und Volksmassen nichts als neue Angriffe, Elend, Ausbeutung und Unterdrückung!“

Wehrt euch und kämpft: Für Arbeit, Gesundheit und Lohn!

Die Kapitalisten sollen für die Krise zahlen!

Frauen: Organisiert euch und kämpft!

Sarah

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