„Lock down“ in der medizinischen Versorgung – zum Nachteil Schwangerer!

KORRESPONDENZ

„Lock down“ in der medizinischen Versorgung – zum Nachteil Schwangerer!

Wie eingeschränkt der gesamte Gesundheitsapparat während der ersten „akuten“ Phase von Corona in Österreich war, war allen bekannt. Viele haben selbst erlebt, dass einige medizinische Untersuchungen nicht vorgenommen oder auf einen späteren Zeitpunkt verschoben wurden. Mit der Begründung: die Ressourcen für „die akute Ansteckungswelle von Covid-19“ freizuhalten. Dennoch gibt es Gesundheitskontrollen, die auch eine Pandemie nicht aufschieben kann. Speziell für Schwangere (die grundsätzlich auch zur sogenannten Risikogruppe gehören) sind die medizinischen Untersuchungen während der Schwangerschaft nicht aufschiebbar. Wie marode und kaputt gespart unser Gesundheitssystem in Österreich ist (und das nicht nur auf Grund von der „Corona-Krise“) mussten viele Schwangere leider nun erfahren.

Wie uns berichtet wurde, wurde im ländlichen Raum eine mit Zwillingen schwangere Frau von der zuständigen gynäkologischen Abteilungen mit dem Vorwand „Corona“ weggeschickt. Ist eine Frau mit Zwillingen schwanger, gibt es höhere Risiken und daher üblicherweise häufiger Untersuchungen. Die Frau wurde erst auf Nachdruck in einem anderen Krankenhaus untersucht – und da war es schon zu spät – sie verlor ein Kind! Weil pandemiebedingt gynäkologische Stationen geschlossen wurden. Gynäkologen selbst kritisierten diesen Zustand teilweise massiv, da sie beim besten Willen keinen relevanten Zusammenhang mit der Bereitstellung von mehr Notfallbetten und gynäkologischen Stationen sehen können. „Wir wurden nirgendwo anders eingeteilt, unsere Station wurde auch nicht anders belegt, unsere Geräte wurden nicht „reserviert“ – nichts. Aber zahlreiche Schwangere konnten nicht versorgt werden. Üblicherweise kommt es bei uns vielleicht einmal im Jahr zu einer Komplikation wo ein Kind unerwartet stirbt. Fruchtwasservergiftung, Unterversorgung usw., das alles ist eigentlich schon lange kein Problem mehr. Im angeblichen „Kampf gegen die Pandemie“ wurde es aber wieder zu einem gemacht. Als medizinisches Fachpersonal können wir uns mit den nötigen Material schon gut schützen – die schwangeren Frauen hingegen nicht.“, sagte eine Gynäkologin verärgert gegenüber der Afa und berichtete von einer weiteren Frau, wo durch Zufall alles nochmal gut ging. Auch diese wurde wurde wegen der Pandemie nicht standardmäßig untersucht. Alle ihre vereinbarten Termine wurden abgesagt. Per Zufall in einem Telefonat mit ihrem Gynäkologen, erwähnte sie beiläufig, dass sie Juckreiz habe und wurde sofort mit Verdacht auf Fruchtwasservergiftung in Krankenhaus gebracht. „So etwas sehen wir sonst bei den Routineuntersuchungen. Diese Frau hatte wirklich Glück, wie meine Kollegen berichteten war es schon höchste Zeit.“

Auch arbeitende Schwangere erfahren nun immer mehr den Druck der Herrschenden, denn obwohl sie grundsätzlich auch zu der sogenannten Risikogruppe gehören, müssen sie weiter arbeiten. Eine OP-Gehilfin wurde von der Arbeitsmedizinerin ins Büro versetzt, weil auf Grund des Tragens der Maske die Sauerstoffversorgung für das Ungeborene nicht gewährleistet ist. Als sie die Nachricht erreichte, dass bei einem Kollegen der Covid-19 Verdacht besteht, wurden sie und ihre anderen Kollegen nicht nach Hause geschickt und nicht getestet. Aus Angst und Unsicherheit, vor allem auch wegen ihrem ungeborenen Kind, versuchte sie sich zu informieren bei diversen Stellen. Der Betriebsrat war nie erreichbar, die Corona-Hotline konnte ihr nicht weiterhelfen und verwies sie auf ihren Gynäkologen. Ihr Gynäkologe meinte, das wäre kein Grund für eine Frühkarenz und sie solle sich mit der Arbeitsmedizinerin absprechen. Die Arbeitsmedizinerin wiederum meinte, sie solle eine Maske tragen. Es war genau die selbe, die sie zum Schutz der Sauerstoffversorgung ihres ungeborenen Kindes ins Büro versetzte!

Bei all den Panikmachereien durch die Herrschenden und all den „Sicherheitsmaßnahmen“ die uns auferlegt werden zeigt sich eins deutlich – dies alles dient nicht UNSEREM Gesundheitsschutz. All das dient einzig und allein den Herrschenden. Denn die medizinische Versorgung ist speziell für Schwangere nichts aufschiebbares und nichts für einen späteren Zeitpunkt, wenn die Pandemie vorbei ist.

Für ein Gesundheitssystem im Dienste des Volkes!

Weht euch und kämpft – Für Arbeit, Gesundheit und Lohn!

Sarah

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