Tod von Genossen Ibrahim – Solidarität mit Group Yorum

-Korrespondenz-

Mit Trauer und Zorn hat uns die Nachricht vom Tod Ibrahim Gökcek erreicht, der in der Türkei im Gefängnis umgekommen ist.

Genosse Ibrahim war Aktivist und Bassist der antifaschistischen Band Group Yorum, von denen erst vor Kurzem mehrere weitere Mitglieder verhaftet wurden. Diese Aktivisten wurden einzig und allein deshalb verhaftet, weil sie fortschrittliche, demokratische Inhalte in ihren Konzertauftritten vertraten.

Am 5. Mai hat er in Absprache mit seinen GenossInnen den Hungerstreik, den er 323 Tage fortsetzte unterbrochen, da der Widerstand in dieser Etappe einen großen Erfolg verbuchen konnte und eine große internationale Solidaritätsbewegung daraus entstanden ist. Sein Tod kommt erst kurz nach dem Tod seiner Genossin Helin, die ebenfalls im Hungerstreik gestorben ist.

Auch die Herrschenden in Österreich haben Konzerte der Group Yorum verboten, und schwere Freiheitsstrafen über diejenigen verhängt, die sie organisierten. Was Überwachung, Militarisierung und Repression angeht, lassen sie die Herrschenden in der Türkei, die sie sonst als „Despoten in Ankara“ beschimpfen, gerne die Drecksarbeit für sie erledigen.

Die Forderungen von Ibrahim und Helin leben weiter, und um so wichtiger wird für ihre Realisierung zu kämpfen.
1. Die Polizei-Razzien im Kulturzentrum Idil im Bezirk Okmeydanı in Istanbul müssen aufhören. In den letzten zwei Jahren fanden über 10 Razzien dort statt.
2. Das Verbot von Konzerten von Group Yorum, das fast 3 Jahre in Kraft ist, muss aufgehoben werden.
3. Alle Verfahren gegen Mitglieder der Gruppe müssen eingestellt werden.
4 Die Mitglieder, die immer noch eingesperrt sind müssen frei gelassen werden.
5. Die Namen der Mitglieder der Group Yorum müssen von der Terrorliste gestrichen werden.

Ibrahim ist gestorben im Kampf gegen Ausbeutung und Unterdrückung, gegen die Verbrechen der Imperialisten weltweit. Er ist ein Beispiel dafür, dass es immer, wo man auch ist, eine Möglichkeit gibt zu kämpfen, und selbstständig Widerstand zu leisten.

Solidarität mit den Mitgliedern der Group Yorum!
Wehrt euch und kämpft!
Hoch die internationale Solidarität!

Manuel

In Wien wurde auf der 1. Mai Demonstration eine Solidaritätsaktion für den Genossen gemacht:

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In Tirol wurde eine Kundgebung zum Tod des Genossen organisiert:

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