Nocheinmal: Kein weiteres Einsparen von Krankenhausbetten!

Trotz der Corona-Krise raten bürgerliche Experten, weitere Spitalsbetten abzubauen. Namentlich war es Herr Thomas Czypionka vom Institut für Höhere Studien (IHS) der am Montag gegenüber dem „Standard“ meinte, dass Österreich in der Pandemie nicht deshalb weniger Tote und Kranke zu verzeichnen hätte als zum Beispiel Italien, weil es mehr Intensivbetten hat, sondern aus anderen Gründen. Das ist an sich nicht falsch, denn die Bevölkerung in Österreich hätte gar nicht zu gelassen, dass man wie in Italien ohne Schutzmaßnahmen von der Pandemie überrollt wird, nachdem man gesehen hat, was die Folgen für die Bevölkerung in dem Nachbarland waren.

Doch die Intensivbetten waren sehr wohl ein Faktor, und alles andere zu behaupten heißt zu lügen. Denn während in Italien in den Spitälern entschieden wurde, wer lebt und wer stirbt, verhinderte man in Österreich derartige Schauspiele, indem man massenweise Operationen aussetzte, im ganzen Land die Gesundheitsversorgung auf Notbetrieb stellte. Laut der Statistik sind in Österreich in den letzten Monaten weniger Herzinfarkte passiert als im Jahr zuvor. Experten sind sich aber sicher, dass das in Wahrheit bedeutet, das mehr Herzinfarkte unentdeckt geblieben sind, weil eine kardiologische Untersuchung entweder unmöglich oder unsicher war. Dass es in Italien weniger Betten gibt als in Österreich stimmt, weil seit der Jahrtausendwende 7500 eingespart wurden. Auch in Österreich waren das 4500, heute sind es im ganzen Land nur noch 3000. Alle bürgerliche Parteien, die diese, wesentlich auch von der EU vorangetriebene Politik unterstützt haben, haben ihre Schuld bewiesen. Denn diese Sparpolitik hat natürlich Leben gekostet, hat natürlich dann gefehlt, wo man sie gebraucht hat, nicht dann, wo man zufällig gerade „ohne sie auskommt“.

Es wundert nicht, dass die Herrschenden weiter auf den Kurs des Sozialabbaus, und der Einsparungen auf Kosten der Bevölkerung drängen. Was wundert ist, dass diese Forderung schon jetzt gestellt wird, wo die Corona-Pandemie noch nicht einmal vorbei ist. Da wundert es nicht, dass diese Forderung aus dem Mund von „neutralen Experten“ kommt. Die Politiker haben offensichtlich Angst vor der gerechtfertigten Reaktion der Bevölkerung, wenn sie selbst solche Angriffe auf die öffentliche Gesundheit machen. Denn auch wenn Herr Czypionka sagt „besser ist die Vorsorge“, ist klar: Intensivbetten sind Teil der Vorsorge!

Keine weiteren Einsparungen und Kürzungen!

Für ein Gesundheitssystem im Dienste des Volkes!

Für Arbeit, Gesundheit und Lohn!

Rebellion ist gerechtfertigt!

Marko

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