5. Mai – Befreiung des KZ Mauthausen

Am 5. Mai jährte sich die Befreiung des Konzentrationslagers Mauthausen zum 75. mal – ein wichtiger Anlass für alle Antifaschisten diesen Tag hochzuhalten und zu feiern!

Am 29. März 1945 wurde durch die Rote Armee die Befreiung Österreichs vom Nazi-Faschismus eingeleitet. Die Bestie des Nazi-Faschismus wurde durch das Einschreiten der Sowjetunion unter Josef Stalins, der Alliierten und den wichtigen Kampf der Partisanen, des Volkskrieges, der Widerstandskämpfer und Antifaschisten niedergerungen!

Das KZ Mauthausen war eine bedeutende Festung der Nazi-Faschisten, an Bestialität kaum zu übertreffen. Seine Befreiung am 5. Mai war eine Leuchtsignal für die endgültige Kapitulation der Nazi-Faschisten am 8. Mai!

Das KZ Mauthausen mit seinen zahlreichen Nebenlagern war ein Hort des Terrors und der Vernichtung. Es zählte etwa 200.000 Inhaftierte, 100.000 davon wurden brutal durch systematische Massenvernichtung ermordet. Es ist daher der reinste Hohn und eine Verleugnung, wenn es im Orf heißt: „Oppositionelle, Roma, Sinti und Juden sollten hier nicht systematisch ermordet werden, sondern ihre Vernichtung sollte durch härteste Arbeit geschehen.“ (ZIB 1, 4.5.2020) Noch im April 1945, als die Rote Armee bereits nach Österreich vorgedrungen war, wurden in den Gaskammern Mauthausens zwischen 1200 und 1400 Menschen vernichtet! Am 28. April wurden das letzte Mal Inhaftierte in den grausamen Tod durch vergasen geschickt.

Einer der letzten, der kurz vor der Befreiung des KZ Mauthausen ermordet wurde war der Kommunist Sepp Teufl, ein Mitglied des Zentralkomitees der Kommunistischen Partei während des Nazi-Faschismus. Er soll hier stellvertretend für jene Kommunisten, Antifaschisten und Widerstandskämpfer genannt werden, die ihr Leben im Kampf für die Niederringung des Nazi-Faschismus gaben. Er soll aber auch stellvertretend für jene hervorgehoben werden, welche nicht gebrochen wurden und selbst unter den schwersten und widrigsten Bedingungen den Kampf nicht aufgaben! Kurz vor seinem Tod sagte er zu einem Genossen: „Unsere Idee muss weitergetragen werden. Sag meiner Frau, dass sie nicht traurig sein soll, denn ich sterbe für unser Idee. Viele von uns sind gestorben und vielleicht werden noch viele sterben, aber wir leben trotzdem, denn der Geist den wir Kommunisten wachgerufen haben, wird sich immer weiter verbreiten.“

Ein junger Antifaschist, der vergangenes Jahr bei einer Gedenk-Aktion von Antifaschisten und Revolutionären im ehemaligen KZ Mauthausen teilnahm, berichtete bei einer späteren Demonstration wo es zu Angriffen durch die Polizei kam, er schikaniert und angezeigt wurde: „Die Erinnerungen an die heldenhaften Kämpfe der Kommunisten und Antifaschisten gegen die Nazi-Bestien, die selbst unter den grausamsten Bedingungen und brutalem Terror am Kampf festhielten, gaben mit die Kraft und Entschlossenheit mich auch heute nicht einschüchtern zu lassen – sondern im Gengenteil meinen Platz in den ersten Reihen wieder einzunehmen.“

Im 75. Jahr der Befreiung, wo wir uns auch den 1. Mai nicht nehmen ließen, müssen wir auch darum kämpfen uns das große Erbe unserer Vorkämpfer nicht nehmen zu lassen. Der Faschismus, das ist der „am meisten aggressivste, chauvinistischste und reaktionärste Teil des Finanzkapitals“, regt auch heute wieder sein Haupt zur Rettung des Kapitals. Die Lasten der „Corona-Krise“ tragen die Arbeiter und Volksmassen! Sie werden ins Elend gestürzt, während die Militarisierung, Überwachung und Repression massiv vorangetrieben wird!

Den 5. Mai zu feiern und hochzuhalten heißt Lehren aus der Geschichte zu ziehen und heißt uns ein Vorbild an der Entschlossenheit, der Unbeugsamkeit und dem Kampfwillen unserer Vorkämpfer zu nehmen.

Voran im kämpferischen Antifaschismus! Schlagen wir die Maßnahmen der Herrschenden zurück!

Wehrt euch und kämpft: gegen Militarisierung, Überwachung und Repression!

Es lebe der 75. Jahrestag der Befreiung vom Nazi-Faschismus! Vorwärts zum 8. Mai!
Tod dem Faschismus, Freiheit dem Volk!

Alex G., aus einer antifaschistischen Initiative Linz

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