1. Mai 2020: „Die Kapitalisten sollen für die Krise zahlen!“

Lieber Leserinnen und Leser, leider braucht unser Gesamtbericht zu diesem sensationellen 1. Mai 2020 noch ein Bisschen. Als kleinen Vorgeschmack wollen wir vorerst hier noch einen kurzen Text veröffentlichen, der von einer antifaschistischen Aktivistin bei der großartigen Maidemonstration in Wien als Rede gehalten wurde. In diesem Sinne ersuchen wir euch noch um ein klein wenig Geduld, wir beeilen uns damit noch weitere Infos aus dem Bundesgebiet für euch zusammenzutragen.

Redaktion des AfA-Infoblattes

1.Mai_Wien_2020

Liebe Genossinnen und Genossen, liebe Freundinnen und Freunde,

Während in Österreich die meisten großen Betriebe wieder aufsperren dürfen, oder viele davon während der gesamten Corona-Zeit nicht einmal Zusperren mussten, haben die Herrschenden in Österreich alles daran gesetzt den 1. Mai als „Gefahr für die Gesundheit“ zu verbieten. Dass wir heute doch hier stehen, um den 1. Mai hochzuhalten und zu verteidigen, um zu kämpfen, ist nicht weniger als ein Sieg für alle fortschrittlichen Kräfte in Österreich. In diesem Bewusstsein müssen wir an diesem ersten Mai marschieren.

Die derzeitige Lage zeigt uns eine enorme Verschärfung der Krise des herrschenden Systems. Aber diese Krise hat nicht mit dem Corona-Virus angefangen, sie zeigt sich nur heute vertieft und mit ganzer Deutlichkeit! 200.000 zusätzliche Arbeitslose, 1,1 Millionen in Kurzarbeit und unzählige Klein- und Kleinstunternehmen die Bankrott sind, während die großen Unternehmen mit Milliarden gerettet werden und ein Gesundheitssystem, dass uns gezeigt hat, wie kaputt es schon ist. Wenn es jetzt noch mehr Leute gibt, die sich das Leben nicht mehr leisten können, dann liegt das am Kurs von Einsparungen und Sozialabbau, und dem System, das dahinter steht. Das ist keine Krise die vom Himmel gefallen ist, es ist die alte Krise des Kapitals! Und daher bleibt es dabei: Die Kapitalisten sollen für die Krise zahlen!

Wir wissen was in der nächsten Zeit auf die Arbeiterklasse und die Volksmassen in Österreich zukommen wird: Es werden noch mehr Leute den Job verlieren, Armut und Elend wird zunehmen und die Kapitalisten beginnen schon mit den nächsten Angriffen auf Arbeiterrechte und Kollektivverträge. Diese Angriffe müssen zurückgeschlagen werden: Keine weiteren Einsparungen! Keine weiteren Kündigungen! Wir dürfen uns das nicht gefallen lassen: Stehen wir fest zusammen für die Verteidigung der demokratischen Grundrechte, für die Verteidigung der Arbeiterrechte!

Der Kurs der Herrschenden auf Ausbeutung und Unterdrückung, wir haben gesehen, dass dieser nicht unwidersprochen bleibt. Dieser 1. Mai zeigt dieses Jahr mehr als sonst wer die Rechte der Arbeiterklasse verteidigt und hochhält, wer dafür kämpft, und wer nicht! Dieser Feiertag existiert nicht losgelöst von unserem Leben – das war er nie! Seit 130 Jahren steht der 1. Mai für den entschlossenen Kampf der Arbeiterinnen und Arbeiter gegen Ausbeutung und Unterdrückung, der fest auf die Revolution hin ausgerichtet sein muss, wenn er konsequent geführt werden soll. Er steht dafür, dass die Arbeiter und das Volk sich vereinen müssen, um die Angriffe der Herrschenden zurückzuschlagen. Das braucht nun unsere entschlossene Tat:

Die Kapitalisten sollen für die Krise zahlen!

Wehrt euch und kämpft: Für Arbeit, Gesundheit und Lohn!

Hoch die Rote Fahne des 1. Mai, dem internationalen Kampftag der Arbeiterklasse!

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