Solidarität im Grätzl aufbauen!

-Korrespondenz-

Antirassistische AktivistInnen verteilten Schutzmasken im Park und vor einer Notschlafstelle. Parkbesucher freuten sich besonders über die Masken, da diese in Geschäften oder im öffentlichen Verkehr verpflichtend, aber sehr teuer sind. Es gab deshalb viel Kritik an der Regierung wegen mangelnden, sinnlosen und volksfeindlichen Maßnahmen und großen Lob für die Aktion. Das sogenannte ‚Team Österreich‘ wurde von niemandem abgekauft, da es eindeutig ist, dass dabei Großunternehmen gerettet werden, während Kleinunternehmen und Arbeiter zugrunde gehen. Die „Initiative gegen antimuslimischen Rassismus“ (IGAR) unterstützte deshalb das ‚Team Volksmassen‘, weil es die Volksmassen sind, die Solidarität und Zusammenhalt in solchen Zeiten gezeigt haben. Von den ArbeiterInnen im Handel und im Gesundheitsbereich bis hin zu den Nachbarn, die Einkäufe für Risikopersonen organisierten: Es war das Volk, das für ihre Mitmenschen gesorgt hat. Deshalb entstand das Team Volksmassen, eine Initiatve, die die Solidarität (unter anderem als Nachbarschaftshilfe) aktiv aufbaut.

Im Park entstanden dabei wichtige Diskussionen zur Solidarität und wie diese auszuschauen hat. Ein Parkbesucher stellte richtig fest: „Solidarität heißt nicht nur Zusammenhalt, sondern auch sich zur Wehr zu setzen“ und begrüßte die Aktion, weil sich politisch zu wenig im Grätzl tut und weil es mehr Zusammenhalt braucht. Ein anderer Parkbesucher meinte bezüglich den volksfeindlichen und undemokratischen Maßnahmen der Regierung: „Wenn man zusammen kommt, kommt man weiter, dann kann man die Politik herausfordern.“

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Nach langem diskutieren im Park schlossen sich die Parkbesucher den Aktivisten an und gingen mit zu einer Notschlafstelle für Obdachlose, um auch dort Masken zu verteilen und Solidarität aufzubauen. Hier muss erwähnt werden, dass sich in solchen Notschlafstellen viele MigrantInnen befinden, die nach Österreich kommen, um für wenig Geld schwere Arbeit zu leisten. Auch hier zeigt sich der Rassismus, der benutzt wird, um das Volk zu spalten, indem Menschen aus anderen Ländern (vor allem aus Osteuropa) in Österreich als billige Arbeitskräfte ausgebeutet werden. Die Menschen in der Notschlafstelle begrüßten die Aktion und freuten sich über die Masken. Ein Obdachloser teilte den Aktivisten mit, dass es in dem Notschlafquartier nur Masken und Desinfektionsmittel für die Mitarbeiter gibt und dass sie sich selber welche besorgen müssen, weil es für sie keine gibt. Das setzt die Obdachlosen und Migranten, die dort einquartiert sind unter ein enormens Gesundheitsrisiko, was solche Orte zu Infektionsherden und eine Gefahr für den ganzen Viertel macht. Wo auch immer die IGAR hinging und mit den Leuten in Kontakt trat, machte sich das Versagen des bürgerlichen Staates bei der Bevölkerung immer weiter spürbar. Deutlicher wurde für wessen Interessen der bürgerliche Staat wirklich agiert, nämlich für die Kapitalisten, die Ausbeuter, die überhaupt die ganze Situation durch Einsparungen und Profitgier in eine solche Situation geführt hat.

Es verbindet österreichischen und migrantischen ArbeiterInnen mehr als uns trennt, diese Situation zeigt es deutlicher, denn je!

Stärken wir die Solidarität in der Bevölkerung!
Wehrt euch und kämpft –Für Arbeit, Gesundheit und Lohn!
Die Kapitalisten sollen für die Krise zahlen!

Klaus M.

 

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