Korrespondenz: Kündigung wegen „unzureichender Anlernfähigkeit“

Wir teilen auch hier eine Korrespondenz aus dem Betrieb aus der aktuellen Ausgabe der „AfA“.

-Korrespondenz aus dem Betrieb-

Auch mich hat‘s getroffen, ich bin einer von 400.000 und hab eine Kündigung erhalten. Gerechnet habe ich nicht damit, eher habe ich mit Kurzarbeit gerechnet. Als es im Betrieb zur Sprache kam, dass ab April bei uns Kurzarbeit eingeführt wird, wurden Zettel verteilt, die dazu berechtigen in die Arbeit fahren zu „dürfen“, falls wir von der Polizei kontrolliert werden. Haben wahrscheinlich eh viele von euch bekommen. So weit so gut. Eine Stunde später hab ich aber dann noch einen Zettel bekommen: KÜNDIGUNG. Und der Grund: unzureichende Anlernfähigkeit, wo ich aber schon seit zwei Jahren dort arbeite!! Eine absolute Frechheit, wenn man bedenkt, dass sie eigentlich eh keinen Grund angeben müssen.

Der Arbeiterverräter vom Betriebsrat hatte natürlich nichts dazu zu sagen, klar er scheißt sich ja selbst an, seinen Posten bald zu verlieren. So wie viele jetzt, ist es eine Situation die ohnehin nicht leicht ist. Mittlerweile haben sich ja schon hunderttausende Menschen arbeitslos melden müssen. Arbeit wird’s vermutlich so bald nicht geben, werden ja gerade laufend Leute gekündigt. Nicht nur ich wurde gekündigt, sondern auch noch zwei Kollegen mit mir. Es macht mich wütend, denn es ist kein kleiner Betrieb, der mit Standorten in der ganzen Welt jährlich genug Gewinne macht, aber klar, diese müssen ja an die Aktionäre ausgeschüttet werden. Abgesehen davon werden bei Kurzarbeit usw. ohnehin unsere Steuergelder, und nicht ihre Gewinne die sie aus uns raus holen, hergenommen.

Pauli

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