H&M zwingt Angestellte zu unbezahltem Urlaub!

Während in den bürgerlichen Medien fast ausschließlich die Sorgen um die Unternehmen diskutiert werden und großes Bedauern für „die Wirtschaft“ verbreitet wird, gibt es kaum einen Wirbel um die Schweinereien wie die Arbeiter und Angestellten behandelt werden und in welche Krisen und schwere Existenznöte diese geworfen werden. Der allen bekannte schwedische Konzern H&M steht sehr gut stellvertretend für diese Schweinereien, für kapitalistisches Krisenmanagement.

H&M schickt seine geringfügig beschäftigten Angestellten in einen einmonatigen (!) unbezahlten Urlaub. Laut H&M Betriebsführung wurde dies in einem Vertrag der an die Angestellt ausgeschickt wurde, „einvernehmlich“ und „freiwillig“ unterzeichnet. Logisch, liegt doch ein großer Druck auf den Arbeitern. Die Krönung dieses Vertrags ist ein Zusatzabsatz der besagt, dass die Unfallversicherung im Anschluss, wenn die Beschäftigung wieder normal läuft vom Lohn abgezogen wird. Zu dieser Schweinerei, wo gerade jene die ohne hin kaum etwas verdienen um ihren gesamten Lohn fallen, meint die H&M Geschäftsrührung lediglich: „Es wurden Urlaubsvereinbarungen auf freiwilliger Basis geschaffen.“

In ganz Österreich gibt es 87 H&M Filialen mit 2.750 Angestellten. Jeder bzw. vielmehr jede fünfte davon ist geringfügig angestellt, zahlreiche weitere in Teilzeit. Es handelt sich (so AK Salzburg), häufig um Frauen, besonders Alleinerzieherinnen und Wiedereinsteigerinnen. Jene verdienen ohne hin kaum genug für eine eigenständige Existenz und werden nun in unbezahlten Urlaub oder wie die Restlichen in Kurzarbeit geschickt. Dass auch 80% von einem Teilzeitlohn im Handeln nicht zum Leben reicht liegt wohl auf der Hand. Das ist Beispielhaft dafür, welchen Existenznöten Hunderttausende Arbeiterinnen und Arbeiter durch Zwangsurlaub und Kurzarbeit nun ausgesetzt sind, ganz zu schweigen von den über Hunderttausend Arbeitslosen!

Durch die Herrschenden wird jedoch verbreitet, wir sollen uns keine Sorgen um unsere Kolleginnen und Kollegen machen, sondern viel mehr um Konzerne wie H&M! Welcher sich übrigens durch unsere Arbeit jährlich einen Überschuss von 1.27 Milliarden Euro einstreift.

Keine Abwälzung der Kosten der „Corona-Krise“ auf die Arbeiterklasse und Volksmassen! Nein zu Kündigungen, Entlassungen und Kurzarbeit!

Aussetzung der Mietzahlungen bei Entlassung, Kündigung und Kurzarbeit!Kein Einkommensverlust bei seuchenbedingter Entlassung, Kündigung und Kurzarbeit!

Nora

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