8. März 2020: Erfolgreiche erste nationale Konferenz der Roten Frauenkomitees

Der Internationale Frauenkampftag 2020 in Österreich wurde mit zahlreichen verschiedenen Aktivitäten überaus kraftvoll begangen! Ein Höhepunkt war dabei die erste nationale Konferenz der Roten Frauenkomitees, welche am 7. März einen kraftvollen Impuls für den Aufbau einer kämpferischen Organisation der Frauen gelegt hat und den 8. März mit Kraft und Initiative einleitete.

Die Roten Frauenkomitees mobilisierten unter der Losung „Schaffen wir uns eine Organisation um erfolgreich zu kämpfen“ für die Demonstrationen am 8. März. Mit tausenden Flugblättern, Plakaten, und großen Transparenten riefen sie für den 8. März auf. Auch eine neue Nummer von „die Kämpferin“ wurde herausgegeben und ein wichtiges ideologisches Flugblatt des „Rot Front Kollektivs“ hob die Vorkämpferinnen der klassenbewussten Frauenbewegung hervor, die bis heute den kämpferischen Frauen Orientierung und Perspektive geben. Besonders große Transparente, welche die Gesichter dieser Vorkämpferinnen zeigten hinterließen einen kraftvollen Eindruck. In Wien erlangte diese Aktion soviel Aufmerksamkeit, dass selbst die auflagenstarke Tageszeitung „Heute“ über die sehr gelungene Aktion berichtete.

Am Tag vor dem 8. März hielten die „Roten Frauenkomitees“ in Österreich ihre erste bundesweite Frauenkonferenz ab. Vertreterinnen aus unterschiedlichen Bundesländern legten dabei ein Kampfprogramm vor, das als Grundlage für eine kämpferische Organisation der Frauen dienen soll. Es wurden Arbeitsgruppen zu verschiedenen Themenfeldern gebildet und ein Organisationskomitee gewählt die in den nächsten zwei Monaten das Kampfprogramm der neuen Organisation fertig ausarbeiten werden und Entscheidungen zu Öffentlichkeits- und Pressearbeit präsentieren sollen. Auch eine Redakteurin der „AfA“ durfte an dieser wichtigen Konferenz teilnehmen und sprach dabei mit Aktivistinnen der Roten Frauenkomitees. Eine Rote Frau aus Wien sagte uns: „Die Zersplitterung der Frauenbewegung lähmt die Unterdrückten in ihrem Kampf. Die erste gesamt-nationale Konferenz der Roten Frauenkomitees war deshalb ein ein wichtiges Zeichen für den Kampf um die Einheit der Frauenbewegung unter Führung der Arbeiterklasse.“ Ein kraftvoller Ausdruck des Internationalismus wurde durch eine Vertreterin der klassenbewussten Frauen aus Bulgarien bewiesen, die einen Bericht über die Aktivitäten der revolutionären Frauen in den Proteste der Krankenschwestern in Bulgarien gab. Auch eine Vertreterin einer Fraueninitiative in Wien richtete ihre Grußworte an die Konferenz und betonte die Wichtigkeit des festen Schulterschlusses zwischen den kämpferischen Frauenorganisationen um „die Kraft der Frauen für die Revolution zu entfesseln“.

Aus dem aktuellen Anlass der Streiks im Gesundheits- und Sozialbereich wurde in Wien eine gemeinsame Aktion von fortschrittlichen Frauen verschiedener Initiativen und Organisationen vor einem der größten Krankenhäuser des Landes organisiert. Dabei kamen Beschäftigte aus dieser Branche zu Wort und Vertreterinnen der streikenden Frauen die deutlich zeigten, dass die Streiks so lange fortgeführt werden müssen bis die wichtigen Forderungen der Beschäftigten nach der 35-Stunden-Woche bei vollem Lohn- und Personalausgleich durchgesetzt sind.

Am 8. März wurden in einigen Städten Blöcke von revolutionären Frauen auf den Demonstrationen gebildet. Mit wichtigen Anliegen wie gegen den 12-Stunden Tag oder für eine kostenlose und flächendeckende Kinderbetreuung erregten die Aktivistinnen besonders große Aufmerksamkeit von Passanten. Eine Aktivistin berichtete, dass die Losungen „Kinderkriegen ist nicht schwer, doch wohin damit nach her?!“ und „12-Stundentag was soll der Scheiß – Kinderbetreuung zur Arbeitszeit“ sehr gut aufgenommen wurden. Die Parole, welche jedoch am lautesten und weitesten zu hören war lautete: „Die Straße frei den Roten Frauen!“ und „Proletarischer Feminismus, für den Kommunismus“. „Wir haben es mit unserem Auftreten und unseren Parolen gut geschafft, dass unser Block und alle die sich uns anschlossen, eine proletarische Position in die Frauenbewegung hintragen, welche sich gegen Patriarchat und Kapital richten muss!“, meinte eine „rote Frau“ nach der Demonstration.

Dieser 8. März hat nicht nur wesentliche positive Errungenschaften für eine klassenbewusste Frauenbewegung gebracht, sondern auch gezeigt, dass die wichtigen Herausforderungen der kommenden Zeit nur gemeistert werden können wenn Mängel und Schwierigkeiten überwunden werden.

Die Konferenz der Roten Frauen fasste den 8. März in diesem Sinne hervorragend zusammen: „Die letzten Monate waren für die Roten Frauen eine sehr wichtige Zeit. Wir haben nicht nur neue Aktivistinnen gewonnen, sondern den Weg für eine kämpferische Organisation der Frauen österreichweit geebnet. Wir sehen diesen 8. März als wichtigen Schritt. In den kommenden Monaten wird es darauf ankommen dass die Roten Frauen mit festem Schritt vorangehen und die neue Organisation inmitten der breiten Massen aufbauen. Damit wollen wir einen Beitrag zur proletarischen Revolution in Österreich und auch weltweit leisten!“.

Es lebe der Internationale Frauenkampftag 8. März!
Nieder mit Patriarchat und Kapital!
Entfesselt die Kraft der Frauen für die Revolution!

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s