Wien: Demonstration gegen den Burschenschafterball – Gegen Faschismus und Kapital!

Am 24. Jänner fand in Wien die diesjährige Demonstration gegen den Burschenschafterball statt. Diese Demonstration ist eine antifaschistische Tradition, denn jedes Jahr dient dieser Ball, der in der Hofburg stattfindet, als Sammelzentrum für Faschisten und Reaktionäre – ganz im Sinne der Herrschenden in Österreich. Auch wenn wir der Farbe nach jetzt eine neue Regierung haben, wird dieselbe Politik unter „grünem“ Deckmantel weiter geführt. Die Demonstration gegen den Ball war ein guter und wichtiger Schritt, da sie ein starkes Zeichen gegen diese arbeiterfeindliche und rassistische Politik setzte.

Schon von Beginn an war die Demo laut und in einigen Teilen auch kämpferisch, wo besonders betont wurde, dass die Politik der Burschenschaften nicht von der Politik der Herrschenden losgelöst gesehen werden kann und dass wir gegen beides auf die Straße gehen.

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Besonders ein kämpferischer Block brachte das mit Parolen wie „Hinter dem Faschismus steht das Kapital! Der Kampf um Befreiung ist international!“ und „Das Kapital hat viele Farben! Ihnen allen den Kampf ansagen!“ zum Ausdruck. Auch Parolen wie „Hoch die internationale Solidarität!“ und „Alerta Alerta, Antifascista!“ wurde kraftvoll geschrien. Eine Aktivistin dieses Blocks sagte uns über die Demo: „Eine standhafte Haltung gegen jeden Teil des Kapitals, ob er sich nun Grün oder Türkis schminkt ist entscheidend im Kampf gegen den Faschismus. Unter der letzten Regierung haben manche Antifaschisten vertreten, dass es vor allem darauf an kommt die FPÖ zu bekämpfen. Mit der neuen Regierung, die sich in ihrer Politik nicht von der letzten unterscheidet, wird klar dass das falsch ist. Hinter dem Faschismus steht das Kapital, das müssen wir als kämpferische Antifaschisten verinnerlichen, dann behalten wir die Orientierung!“

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Die Polizei ließ es sich nicht nehmen, am Ende noch eine Einschüchterungsaktion zu machen, und umkreiste am Ende drohend die ganze Demo. Einige Beobachter berichteten, dass dort Demonstrierende von der Polizei weggetragen wurden. Diese Angriffe der Polizei zeigen, dass die Farben in der Regierung nichts daran ändern, dass die Angriffe auf das demokratische Recht auf Demonstrationsfreiheit weiter zunehmen.

Doch wichtig ist zu betonen, dass sich die Demonstranten nicht einschüchtern ließen und klar gezeigt haben, dass sie sich auch trotz 1.600 Polizisten bei ca. 2000 Demonstranten nicht verunsichern lassen. Ein Aktivist auf der Demonstration meinte: „Es ist wichtig den antifaschistischen Kampf weiter zu entwickeln. Die Burschis treffen sich bald zum nächsten Ball in Linz. Wir kämpferische AntifaschistInnen werden zeigen, dass die Angriffe der Herrschenden nicht unbeantwortet bleiben, und dort eine noch entschlossenere, kämpferischere Demonstration hinlegen!“

Hinter dem Faschismus steht das Kapital!

Das Kapital hat viele Farben, ihnen allen den Kampf ansagen!

Kommt am 1. Februar zur Demonstration gegen den Burschiball in Linz, 16:30, AEC-Platz

Michael L.

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