Ein „Team“: Obama und Greta retten das Klima?

Mit den Worten „Du und ich, wir sind ein Team“ verabschiedete sich Obama, ehemaliger Präsident der USA, von Greta Thunberg, als sie Mitte September zu einem Besuch bei ihm eingeladen war. Da steht die Welt auf dem Kopf, würden sich manch ehrlicher Klimaaktivist denken. Aber nein, es dient nur als weiterer Trick, um die Grenzen zwischen den Interessen der Supermächte und Großkonzerne mit denen der Bevölkerung an der Erhaltung von Umwelt und Natur gehörig zu verwischen. Spätestens seit der Verleihung des Friedensnobelpreises an den damaligen Präsidenten der USA, Obama, der gleichzeitig unter seiner Amtsperiode mehr Bomben- und Drohnenangriffe durchgeführt hat als sein Vorgänger Bush, ist es klar geworden, wie heuchlerisch Frieden oder Umweltschutz von den Herrschenden in den Mund genommen wird.

Während Greta Thunberg den aktuellen US-Präsidenten Trump aus „Ablehnung“ nicht treffen will, bildet sie „ein Team“ mit dem Präsidenten, unter dessen Amtsperiode die Zerstörung und Verpestung großer Teile von unterdrückten Ländern massiv vorangetrieben worden ist. Das US-Militär ist der größte einzelne Ölverbraucher und Klimaverpester der Welt. Unter Obamas Präsidentschaft wurden nicht nur die Kriege in der Ukraine, Syrien oder Libyen gestartet, sondern auch in Ländern wie beispielsweise Irak, Somalia und in Afghanistan (trotz anderer Versprechungen) weiterhin die Bevölkerung ermordet und Landflächen langfristig zerstört. Allein im Irak übertraf Obama mit 41.000 Bomben und Raketen die abgeschossen wurden, weitaus seinen Vorgänger George W. Bush.

Während Obama beim Präsidentschaftswahlkampf noch versprach: „Mit meiner Präsidentschaft wird ein neues Kapitel amerikanischer Führung beim Klimawandel aufgeschlagen“, könnte man diesen Satz aufgrund der Tatsachen eher als Versprechen für weitere und größere Umweltverpestung interpretieren, was er auch gründlich in die Tat umsetzte. Unter seiner Präsidentschaft ereignete sich 2010 eine der schwersten Umweltkatastrophen in Bezug auf Verschmutzung der Weltmeere: bei einer Explosion einer Ölbohrplattform im Golf von Mexiko traten 800 Millionen Liter Öl aus. Nach einer satten Geldstrafe für den Ölkonzern BP, der dafür verantwortlich war, gingen die Ölbohrungen normal weiter. Auch nach dem größten Atomunfall seit Jahrzehnten, 2011 in Fukushima, bekräftigte Obama seine positive Haltung zur Atomkraft und genehmigte kurz darauf den Bau zweier neuer Reaktoren in den USA.

Das ist offensichtlich die „Klimapolitik“ Obamas, die „im Team“ von Greta Thunberg unterstützt wird. Allen ehrlichen Klima- und UmweltaktivistInnen muss klar sein: es muss ein klarer Strich zwischen den Interessen der Imperialisten und jenen von Umwelt und den Massen gezogen werden. Der imperialistische Krieg ist einer der größten Zerstörer von Klima und Umwelt! Bei dem Umweltaktivismus der uns von Greta Thunberg und Co präsentiert wird, geht es anscheinend eher darum, dass den Hunderttausenden an Klimaaktivisten weltweit gezeigt werden soll, dass auch die größten Klimaverpester und Kriegstreiber „an ihrer Seite“ stehen und somit der Kampf gegen die wahren Ursachen der Klima- und Umweltverschmutzung zurückgedrängt werden soll!

 

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