Erfolgreiche und lebendige Veranstaltung gegen den Massenmord auf den Philippinen!

Mit über 90 Besuchern war die Veranstaltung „Ist das jemand?“, organisiert in Kooperation von der philippinischen Organisation „Pinas fight Na!“ und der Zeitung „Antifaschistische Aktion – Infoblatt“ sehr gut besucht. Viele waren sehr interessiert daran, die wirklichen Hintergründe über den sogenannten „Krieg gegen die Drogen“, ein Massenmord gegen die arme Bevölkerung, zu erfahren.

Mit einem Theaterstück wurde die Realität der Bevölkerung, der Terror gegen die Bevölkerung und auch die Auswirkungen der Tötungen auf Kinder und Familien kreativ und anschaulich dargestellt. In einer Szene wurde auch gezeigt, dass mit Lügen und Druck von Seiten der Regierung ständig von diesen Tatsachen abgelenkt wird, während die wirklichen Probleme und der Massenmord verdeckt werden sollen. Mit Müttern von Ermordeten berichteten auch direkt Betroffene aus erster Hand über ihre Geschichten und warum es notwendig ist, dass sie sich organisieren und wehren. Die BesucherInnen waren in der Diskussion sehr lebhaft, vor allem weil es auch einige wenige Unterstützer der Duterte-Regierung im Saal gab, die versuchten die mörderische Politik der philippinischen Regierung zu rechtfertigen und zu legitimieren. Mit Redebeiträgen und Statements wurden die Argumente „unter Duterte wäre es besser geworden“ und „die Drogen sind das schlimmste Problem“ entkräftet und unter teilweise auch lauten Zurufen aufgezeigt, dass nur die arme Bevölkerung angegriffen wird, während die Herrschenden, und auch Dutertes Sohn, die im Drogenhandel involviert sind, in ihren Posten bleiben. Es wurde auch aufgezeigt, dass das wirkliche Drogenproblem durch die Politik der Massenmorde überhaupt nicht gelöst worden ist und die Tötungen die Bevölkerung einschüchtern sollen, um nicht gegen die Unterdrückung und die schlechte ökonomische Lage zu kämpfen.

In einem Redebeitrag eines Vertreters der „Antifaschistischen Aktion – Infoblatt“ wurde hervorgehoben, dass der „Krieg gegen die Drogen“ nicht von Duterte erfunden wurde, sondern schon oftmals als Legitimierung verwendet wurde, um gegen Volksbewegungen und Befreiungskämpfe vorzugehen, wie in Kolumbien, Afghanistan oder gegen die schwarze Befreiungsbewegung in den USA. Letztendlich ist eine entscheidende Kraft die dagegen etwas ausrichten kann, die organisierte Massenbewegung der philippinischen Bevölkerung, vor allem der Arbeiter, Bauern und die indigene Bevölkerung. Am Ende wurde noch die Losung „Hoch die internationale Solidarität“ kraftvoll und kämpferisch von AktivistInnen und BesucherInnen gerufen, was demonstriert hat, dass sie sich im Kampf gegen den Imperialismus, der die Gewalttaten und Massenmorde finanziert und unterstützt, einigen!

Ein wichtiger Punkt der Veranstaltung war darüber zu erfahren, dass die Mütter der Ermordeten, die aus den Slums der Vorstädte kommen, ihre Stimmen erheben, sich gemeinsam mit anderen Teilen der Bevölkerung organisieren und sich nicht einschüchtern lassen. Die Veranstaltung war für alle Besucherinnen und Besucher ein gutes Beispiel dafür, dass die Unterdrückten und Ausgebeuteten selbst für ihre Interessen kämpfen müssen. Die lebendige Diskussion und die gute Stimmung zeigten, dass es auch hier in Österreich eine große Bereitschaft gibt, die internationale und antiimperialistische Solidaritätsarbeit anzupacken und gemeinsam zu kämpfen!

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