Kundgebung gegen Waldbrände im Amazonas – Grüne als Helfer imperialistischer Ausplünderung

Eine Korrespondentin der „Antifaschistischen Aktion – Infoblatt“ berichtet von einer Kundgebung in Wien. Danach teilen wir auch Eindrücke eines Aktivisten der „Antiimperialistischen Koordination“ die wir ebenfalls empfehlen können, da sie sich besonders gegen die pro-imperialistische Politik der Grünen richten, die versuchten die Kundgebung in eine Aktion des EU-Chauvinismus zu verwandeln.

-Korrespondenz-

Am 27. August fand die Kundgebung „Amazonas brennt – Bolsonaro lenkt“ vor der brasilianischen Botschaft in Wien statt. Es versammelten sich Hunderte Leute die sich entschieden gegen die Brandstiftungen des brasilianischen Staates stellten. Teile der Kundgebung kritisierte richtigerweise das Mercosur-Abkommen, ein Abkommen mit dem die EU die Ausbeutung Lateinamerikas vertiefen möchte und die Politik Bolsonaros, der Stärkung der Großgrundbesitzer und der Unterdrückung der armen Bauern und der Bevölkerung Brasiliens, unterstützt und vorantreibt. In der Kundgebung hielten verschiedene Migrantenorganisationen lateinamerikanischer Länder sowie Indigenenvertretern Reden, die die Politik Bolsonaros kritisieren, und es waren auch Unterstützer der LCP (der Liga der Armen Bauern) auf der Kundgebung vertreten. Die LCP ist eine Organisation revolutionärer Bauern, die mit Landbesetzungen und kämpferischer Organisation und Aktionen gegen den Landraub der Großgrundbesitzer in großen Gebieten Brasiliens kämpfen. Dieses Zeichen der internationalen Solidarität ist sehr wichtig, denn es richtet sich an die meistbetroffenen Gruppen der Waldbrände in Brasilien: die armen Bauern, die ihr ganzes Hab und Gut und oft sogar ihr Leben in den Bränden verloren haben. Doch die Bauern Brasiliens bleiben nicht still, sie wehren sich und kämpfen. Zeigen wir unsere Solidarität – stellen wir uns gegen die Ausplünderung der brasilianischen Bevölkerung und der Zerstörung des Amazonas!

Hoch die internationale Solidarität! Stoppt das Mercosur Abkommen!

Claudia H.

HP_foto

Grüne als Helfer der imperialistischen Ausplünderung:

Anschließend wollen wir aus dem Bericht der Antiimperialistischen Koordination zitieren, welcher vor allem gegen die liberale „Kritik“ an Bolsonaro richtet:

„Ewa Ernst-Dziedzic, die Grüne Bundesrätin, besorgte die Anmeldung, mit dem expliziten Hinweis, dass es keine Grüne Aktion werden würde. Zahlreiche lateinamerikanische Gruppen beteiligten sich.

In der Realität endete die Sache dann recht zwiespältig. Nach den Indigenenvertretern sprachen Grüne, der Grün-nahe Bohrn-Mena vom Tierschutzvolksbegehren und dann sogar die glühende Zionistin-Kolonialistin* Petra Bayr, Nationalrätin der SPÖ, deren Partei das CETA-Abkommen mit beschlossen hatte. Das Freihandelsabkommen mit dem Mercosur, das vom Westen und insbesondere der EU forciert wird und neokolonial wirkt, trat in den Hintergrund. Stattdessen wurde der Zeigefinger gegenüber Brasilien geschwungen, dass man zum Umweltschutz zwingen müsse. (Was ist da eigentlich der Unterschied zu Kurz, der anlässlich der Waldbrände mit dem Einfrieren des Abkommens drohte?)

Wir bestehen darauf, wir müssen unseren Hauptstoß gegen das globale Freihandelsregime richten, die Diktatur des Kapitals, in erster Linie des westlichen aber auch der jeweils lokalen, das die eigenen Länder der Zerstörung ausliefert: eigenständige Entwicklungschancen verbaut, Raubbau an der Umwelt betreibt, die Standortkonkurrenz mit dem bekannten sozialen Rennen nach unten schafft, Entdemokratisierung auch durch Schiedsgerichte u.a. organisiert, durch Elend und Unterdrückung die Migrationsströmen hervorruf, usw.“

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