Freiheit für Theo, politischer Gefangener in Frankreich

Wie die Seite „Junge Revolutionäre“ (Jeunes Revolutionnaires) berichtete, befindet sich der junge Arbeiter und Revolutionär, ein Aktivist der Gelbwesten, Genosse Theo, im Hungerstreik. Und das bereits seit dem 22. Juli, dem Datum seiner Inhaftierung. In Frankreich, aber auch in anderen Ländern, werden Aktionen zu seiner Freilassung organisiert. Genosse Theo kann mit verschiedenen Mitteln unterstützt werden: Mit politischen Aktionen, mit Solidaritätsbriefen ins Gefängnis, aber auch mit Spenden! Es existiert eine Spendenkampagne um ihn mit den Kosten zu unterstützen und um die Kampagne für seine Freilassung zu finanzieren. Wir veröffentlichen hier eine inoffizielle deutsche Übersetzung eines Briefes von Theo, der auf der Seite „Jeunes Revolutionnaires“ zu finden ist:

Genossen,

Ich will mich zu allererst bei euch für eure Solidarität bedanken.

Seit dem 22 Juli um 11:30 bin ich ein Gefangener des [alten] französischen Staates. Die Polizei hat mich bei mir in der Fabrik festgenommen – ich bin Schweißer. Es ging alles sehr schnell. Die Bullen [Kiwara]teilten mir mit dass ich mich im Zusammenhang mit einer Aktion die am 23 Juni 2016 durchgeführt wurde (während der Bewegung gegen das Arbeitsgesetz) in gerichtlicher Haftbefunden hätte, wobei ich zu 6 Monaten Bewährung verurteilt worden war.Zu den „Einberufungen“, die an eine Adresse geschickt wurden, an der ich nie gewohnt hatte und die ich nicht kannte, wäre ich nicht gekommen.Deshalb hätten sie meine Bewährung widerrufen.

Seit Montag um 18:00 sitze ich im Gefängnis!

Am Folgetag meiner Inhaftierung habe ich durch das Fernsehen gelernt dass ich wegen Schäden an De Rugys Wohnung hier bin – bis dahin wurden diese Tatsachen von der Polizei nie erwähnt. Es ist offensichtlich, dass es sich hier um eine politisch-polizeiliche List der französischen Bourgeoisie handelt um die revolutionäre Bewegung anzugreifen. Ich habe mich nie versteckt, ich habe immer legal gearbeitet, ich habe sogar Briefe vom Finanzamt zu Hause erhalten.

Wenn sie mich verhaften wollten, dann hätten sie das schon lange gekonnt! Warum also mich von einer Fabrik abholen, wo ich eigentlich meines Wissens erst ab dem Freitag, dem 19. Juli arbeiten hätte sollen – dem Ende des vorherigen Interimseinsatzes? Das politische Motiv für meine Inhaftierung ist mehr als offensichtlich!

Seit Montag, 22. Juli, 18:30 – dem Zeitpunkt meiner letzten Mahlzeit – befinde ich mich im unbegrenzten Hungerstreik. Meine Forderungen sind:

– Erlangung des Status eines politischen Gefangenen

– Meine Versetzung in das Gefängnis von Riom

– Dieser Hungerstreik ist gleichermaßen in Solidarität mit den revolutionären politischen Gefangenen und besonders mit dem Genossen Georges Ibrahim Abdallah

Die Gefängnisleitung ist sich meines Hungerstreiks bewusst, ich wurde vom Wachhabenden Vorgeladen, der mir gesagt hat, dass ich mich wenn ich weitermache in einer „Psychatrischen Einheit, in einer Zwangsjacke und einem Schraubstock“ wiederfinden würde. So behandelt die französische bürgerliche „Demokratie“ ihre Gegner.

Nochmals, Genossen, ich bedanke mich bei euch.

Freiheit für alle politischen Gefangenen!

Antworten wir Schlag auf Schlag auf die Unterdrückung!

Nieder mit dem Imperialismus und seinen Kettenhunden!

Arbeiter aller Länder, vereinigt euch!

Habt Mut zu kämpfen! Habt Mut zu siegen!

Theo El Ghozzi, am 31/07/2019

Gefangener: 69139

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