Innsbruck: Kämpferische Demonstration gegen Abschiebungen

KORRESPONDENZ

Im folgenden veröffentlichen wir eine Korrespondenz zu einer kämpferischen Demonstration in Innsbruck vergangenes Wochenende:

Am Samstag, den 1. Juni fand in Innsbruck eine sehr lebendige und kämpferische Demonstration gegen Abschiebung, Rassismus und Faschismus statt. Letzte Woche wurde ein Afghane abgeschoben, der bereits vier Jahre in Österreich wohnte. Freunde von ihm versuchten die Abschiebung zu verhindern, doch leider blieb dies erfolglos. Ihm wurde jeglicher Kontakt zu seinen Freunden verwehrt, er wurde abgeschoben, ohne sich verabschieden zu können. Bereits innerhalb einer Woche wurde er im sogenannten “sicheren” Afghanistan Opfer eines Angriffs, bei dem er verletzt wurde!

Daraufhin gingen heute über 200 DemonstrantInnen auf die Straße um gegen Abschiebung, Rassismus und Faschismus zu kämpfen. Die Demonstration, für die innerhalb kurzer Zeit sehr stark mobilisiert werden konnte, brachte eine sehr laute und kämpferische Stimmung auf die Straße. Über die ganze Route, die quer durch die Stadt, über die Polizeistation bis in die Altstadt führte, gab es keine ruhige Sekunde. Lauthals wurden Parolen wie “Abschiebung ist Folter, Abschiebung ist Mord – Bleiberecht für alle, jetzt sofort”, “Nazis morden, der Staat schiebt ab, das ist dasselbe Faschistenpack” und “Hoch die internationale Solidarität” geschrien.

Schon zu Beginn der Demonstration gab es Einschüchterungsversuche der Polizei. Sie versuchten die DemonstrantInnen mundtot zu machen, wollten ihnen verbieten Parolen zu schreien, aus „Rücksicht“ gegenüber der zahlreichen Touristen. Eine Aktivistin berichtete, dass einer der Polizisten gegenüber den DemonstrantInnen gedroht hat, mit anderen Mittel aufzufahren, wenn nicht kooperiert werden würde. Diese Drohung der Polizei und der offensichtliche Versuch unsere demokratischen Rechte auf politische Betätigung zu unterbinden, wurde mit noch lauteren Parolen und einem entschlossenen Auftreten von Seiten der DemonstrantInnen beantwortet!

Im Anschluss gab es noch ein sehr gut besuchtes Fest, bei dem es einige Redebeiträge mit besonderen Bezug auf die Situation von MigrantInnen eingegangen wurde. Es gab außerdem kulturelle Beiträge, bei denen revolutionäre Lieder gesungen wurden und getanzt worden ist. Die lebendige und kämpferische Stimmung der Demonstration durchzog auch das Fest, es wurde noch viel diskutiert, auch über kommende Aufgaben des kämpferischen Antifaschismus!

Andi G.

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